Im Juli 2017 wurde Pro-Pain-Sänger Gary Meskil in Brüssel Opfer eines Raubüberfalls und versuchten Mordes. Nachdem eine Gruppe junger Männer ihn bestohlen hatte, schlugen sie mit einem Eispickel auf den Kopf des Musikers ein. Mit schweren Verletzungen und enormem Blutverlust kam Meskil damals sofort in ein belgisches Krankenhaus. Äußerlich scheint zwar alles wieder verheilt, verwunden hat er die Attacke noch nicht gänzlich.
Resignation
Im Interview mit FaceCulture spricht der Pro-Pain-Frontmann über dieses Ereignis, das sein Leben in vielen Bereichen noch heute beeinträchtigt. Ihm zufolge seien es insgesamt sechs Personen gewesen, die es auf ihn abgesehen hatten. Glücklicherweise wurde alles von Überwachungskameras aufgezeichnet. Das habe eine Identifizierung sehr erleichtert. Nur habe keiner der Angreifer einen festen Wohnsitz in Belgien gehabt, weshalb die Polizei sie wieder laufen lassen musste.
Schließlich gab er resigniert klein bei und entschied: „Ich werde nicht weiter etwas verfolgen, an dessen Verfolgung die Polizei selbst gar kein wirkliches Interesse hat.“ Überdies habe es sehr lange gedauert, bis er sich wieder erholt hatte. Hätte Gary Meskil die Täter nicht auf den Diebstahl angesprochen, wäre er wahrscheinlich glimpflicher davon gekommen.
Einmal ertappt, rasteten die Angreifer jedoch aus und begannen auf den Musiker einzuschlagen – mit einem umgebauten Eispickel. „Auf der einen Seite besaß er die spitze Pickelspitze, auf der anderen Seite einen kleinen Metallhammer. Genau mit diesem Hammerende wurde ich getroffen.“
Verletzungen & Folgen
Weiter berichtet Gary Meskil: „Infolgedessen erlitt ich einen Schädelbruch. Anschließend traten sie mir im Grunde das Gesicht ein. Meine Augenhöhle war gebrochen und mein Oberkiefer zertrümmert. Meine gesamte Nasennebenhöhle war völlig eingedrückt.“ Die Kopfverletzungen führten schließlich zu Gedächtnisproblemen. Der gebrochene Oberkiefer habe ihm indes lange Schmerzen bei der Aussprache bestimmter Buchstaben bereitet.
Heute sei es aber vor allem die psychische Belastung, die ihm häufig zu schaffen mache. Dies äußere sich in Form von Angstzuständen –„etwas, das ich früher nie kannte. Doch mittlerweile werde ich zu völlig seltsamen Zeiten von Ängsten überfallen, und ich kann es nicht kontrollieren. Das macht das Reisen extrem schwierig. Und es scheint sich immer genau dann einzuschleichen und besonders schwer auf mir zu lasten, wenn ich auf Tour bin.“ Dennoch kommen Pro-Pain schon ganz bald für einige Auftritte über den großen Teich.
Pro-Pain „Stone Cold Anger“ Tour
- 13.05. Essen, Turock
- 14.05. Osnabrück, Bastard Club
- 22.05. Loburg, Wir leben laut Festival
- 12.+13.06. Leipzig, Red Bull Arena (Support für Böhse Onkelz)
- 14.06. Kassel, Goldgrube
- 19.06. Fehrbellin, Protzen Open Air
- 20.06. Lübeck, Riders Café
- 03.+04.07. Frankfurt am Main, Deutsche Bank Arena (Support für Böhse Onkelz)
- 10.07. Köln, MTC-Club
- 11.07. Gelsenkirchen, Veltins Arena (Support für Böhse Onkelz)
- 16.07. Nottertal-Heilinger Höhen, G.O.N.D.
- 17.07. Pobershau bei Marienberg, Rock auf dem Berg
- 18.07. Marburg, KFZ Marburg
- 27.07. München, Free & Easy Festival
- 21.08. Schmelz, Hardcore Island Open Air
- 22.08. Freiburg, Crash
- 27.08. Bad Wörishofen, Forest Metal Fest
- 28.08. Mannheim, 7er-Club
- 29.08. Wallesau, Wallesau Ist Blau
- 26.11. CH-Pratteln, Z7
- 29.11. CH-Martigny, Sunset Bar
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