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Eisregen sollen nicht in Memmingen spielen dürfen

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Zensur ist für Eisregen kein unbekanntes Thema. Seit einiger Zeit haben die Behörden allerdings ein Einsehen mit der Band und erkennen den künstlerischen Wert der morbiden Eisregen-Texte an. Beim aktuellen Album SCHLANGENSONNE etwa gab es keine Beanstandungen. Bei so manchem Lokalpolitiker scheint diese Entwicklung allerdings noch auf sich warten zu lassen.

Einige Wochen vor dem Auftritt in Memmingen wendet sich die dortige CSU-Fraktion an den Bürgermeister und fordert ein Auftrittsverbot für Eisregen. Grund: Die auf dem Index stehenden Eisregen-Alben KREBSKOLONIE, FARBENFINSTERNIS und WUNDWASSER. Einer Band mit solchem „mehr als fragwürdigem Gedankengut“ solle keine Bühne geboten werden, heißt es in dem Schreiben.

Das kuriose daran: Beim Eisregen-Auftritt im Memminger Kulturzentrum Kaminwerk handelt es sich um eine jugendfreie Show. Die Band spielt also explizit nur Songs aus ihren nicht indizierten Alben, damit auch Fans unter 18 Jahren das Eisregen-Konzert besuchen dürfen.

Daher zeigen weder die Band noch die Veranstalter Verständnis für die CSU-Forderung, den Eisregen-Auftritt abzusagen. In anderen Städten gäbe es keine Probleme, und auf den Jugendschutz werde geachtet. „Wir haben den Auftrag ein Kulturprogramm für alle Bürger der Stadt auf die Beine zu stellen und nicht ein Kulturprogramm, das der CSU genehm ist“, so der Vorsitzende des Kulturhauses, Matthias Ressler.

Derzeit wird das Eisregen-Konzert am 15. Oktober noch beworben. Ob der Antrag der CSU Folgen haben wird, bleibt abzuwarten. Zumindest erhöhte Aufmerksamkeit ist Eisregen damit mal wieder sicher.

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Glenn Hughes will dieses Jahr kürzertreten

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