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Jetzt beschimpfen sich David Draiman und Kneecap

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Man muss wahrlich kein Prophet sein — es war klar wie Kloßbrühe, dass sich David Draiman und Kneecap selbst in die Haare kriegen würden. Angefangen hatte die Chose damit, dass Tom Morello das irische Rap-Trio als „die Rage Against The Machine von heute“ tituliert hat, weil sie sich gegen das Vorgehen von Israel in Gaza aussprechen und „Free Palestine“ fordern.

Quod erat demonstrandum

Nachdem der Disturbed-Frontmann und Orphaned Land-Sänger Kobi Farhi zuletzt Morello dafür kritisiert hatten, gibt es nun den Beef zwischen David Draiman und Kneecap. Letztere posteten in den Sozialen Medien das berüchtigte Foto davon, wie der glatzköpfige Metaller eine Granate des israelischen Militärs unterzeichnet. Dazu schrieben die Hip-Hopper: „Uns ist egal, welcher Religion man angehört… Oder ob man überhaupt einer angehört. Wir lieben alle vernünftigen Mistkerle. Zu lächeln und Bomben zu unterschreiben, die abgeworfen wurden, um Kinder und Familien zu ermorden, macht dich zu einer waschechten Fotze. So einfach ist das. Befreit Palästina.“

Natürlich war das eine Steilvorlage für David Draiman, der darauf antwortete: „Hier ist der Punkt. Und ich spreche zu euch in einfachen Worten, damit ihr es versteht. Diese Granate war für die Hamas bestimmt. Ihr wisst schon: Die Organisation, die geschworen hat, alle Juden zu vernichten, nicht nur Israelis, immer wieder, inklusive meiner Familie. Wenn man auf Juden schießt, muss man damit rechnen, dass die Juden zurückschießen. Alle unschuldigen Leben, die in diesem Konflikt verloren wurden, gehen darauf zurück, dass die Hamas ihre eigenen Leute als Kanonenfutter benutzt, damit sie die Sympathie derjenigen gewinnen können, die nur zu begierig darauf sind, auf den Judenhasszug aufzuspringen.

Wenn die Geiseln freigelassen würden, und sich die Hamas ergeben würde, würde das Blutvergießen enden. Doch weder ihr noch die Hamas wollen das wirklich. Denn ohne toten Palästinenser, die den Märtyrertod gestorben sind, um euren Zeitgeist zu befeuern, verlieren sowohl ihr als auch sie Macht. Genießt eure fünf Minuten, meine Herren. Ihr hättet es mit eurer Kunst machen können, stattdessen habt ihr euch entschieden, es mit Hass zu machen.“ 

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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