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Tom Morello hält Kneecap für die neuen RATM

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Wer sich (wie der Autor dieser Zeilen) vornehmlich  in der Welt des Rock und Metal bewegt, hat vermutlich nicht mitbekommen, dass das Hip-Hop-Trio Kneecap unter anderem mit ihrem Auftritt beim Glastonbury Festival einigen Zorn auf sich gezogen haben, indem sie sich im Gaza-Konflikt auf die Seite der Palästinenser gestellt und Israel kritisiert haben. Tom Morello hält den Iren indes zugute, dass sie sich trauen, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Rückendeckung

Zudem sieht er einiges von dem, was seine Band Rage Against The Machine ausmacht, auch bei Kneecap. Rage Against The Machine scheuten sich bekanntlich ebenfalls nicht, auf Missstände aufmerksam zu machen. Als es im Interview bei The Strombo Show darum ging, Bands zu benennen, die dies heute tun, nannte er direkt Kneecap: „Sie stehen ganz oben oben auf der Liste, ganz oben auf der Liste. Sie sind eindeutig die Rage Against The Machine von heute. Es gibt sie — und dann kommt lange niemand.“ Des Weiteren erwähnte der Gitarrist, dass er derzeit das Hip-Hop-Duo The Neighborhood Kids aus San Diego sowie die Nova Twins aus Großbritannien abfeiert.

Moderator George Stroumboulopoulos kam daraufhin natürlich nicht umhin, die Kontroverse um Kneecap anzusprechen. Das führte allerdings nur dazu, dass Tom Morello für die Formation in die Bresche sprang: „Was sie in ihrer Kunst machen, ist das, was die Leute wahrscheinlich mehr in ihren Leben machen könnten — und zwar wirklich den Mächtigen den Spiegel vorzuhalten. Und Kneecap sind keine Terroristen. Was terroristisch ist, sind 20.000 tote palästinensische Kinder. Das ist die Story. Nicht, dass das irgendwelche irischen Rapper nicht mögen, was passiert. Das sollte nicht die Story sein.“

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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