Lamb Of God geben anlässlich der Veröffentlichung ihres zehnten Studioalbums INTO OBLIVION derzeit laufend Interviews. Im Gespräch mit Revolver erörterten Frontmann Randy Blythe und Gitarrist Mark Morton jüngst, wann bei ihnen der Ruhestand anstehen könnte.
Kein Ende in Sicht
„Ich werde niemals in Rente gehen“, betont Blythe. „Ich hoffe, Musik zu machen und Fotos zu schießen, bis sie mich ins Grab stecken. Lamb Of God ist mein Job und ein riesiger Teil meines Lebens, aber nicht meine einzige Identität. Das ist es nicht. Ein viel breiterer Aspekt meiner Identität ist es, ein Künstler zu sein. So verknüpfe ich mich mit der Welt, so versuche ich aus meinem eigenen Leben schlau zu werden. Auf die ein oder andere Weise werde ich also Kunst kreieren, bis ich sterbe. Das ist der einzige Weg, wie ich als Mensch funktionieren kann.“
Weiter führt Blythe aus: „Wir werden für weitere fünf Jahre noch dabei sein und sicher große Konzerte spielen. In zehn Jahren werde ich 65 Jahre alt sein. Dann ist es eine interessante Frage. Jedoch haben Mark und ich das neulich in einem Interview diskutiert. Ich glaube nicht, dass wir uns jemals auflösen werden. Mir wäre es recht, als Mitglied der Band zu sterben. Wir können alle 95 Jahre alt sein und immer noch in Lamb Of God sein. Für uns ist die Band nicht nur die Musik, die wir machen. Wir sind seit 30 Jahren in dieser Beziehung. Für uns ist es etwas jenseits der Musik. Es ist eine eigene Sache. So hoffe ich, dass diese Beziehung weitergeht, bis wir alle entweder dement werden und auf der Erde mit Bart oder wahnsinnig herumwandern, oder bis wir friedlich einschlafen.“
Außerdem fügt Mark Morton noch seinen Senf hinzu: „Es gab Zeiten, da dachte ich: ‚Hoffentlich bin ich mit diesem Projekt fertig, wenn ich 50 oder 55 bin.‘ Jetzt bin ich 53 Jahre alt — und ich bin noch nicht fertig. Offen gesagt mag ich den Gedanken daran, ein bisschen weniger auf Tour zu sein. Wir waren einfach lange Zeit auf Tour. Und ich habe Kinder, kleine Kinder. Ich werde älter. Es ist schwer, weg zu sein. Wenn man für zwei Monate weg ist, fordert das seinen Tribut. So wie die Branche ist, muss man diese Längen aber machen, weil die Dinge so teuer sind. Ich würde gerne kürzere Zeitabschnitte unterwegs sein. Ich finde, damit kann ich mich belohnen, jetzt, da ich in einem mittleren Alter bin.“
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