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Glassing FROM THE OTHER SIDE OF THE MIRROR

Post Metal/Sludge, Pelagic/Cargo (10 Songs / VÖ: 26.4.) 

4.5/ 7
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Das Trio aus Austin, Texas, hat sich in den elf Jahren seines Bestehens mehrfach gehäutet – soll niemand sagen, sie ruhten sich auf Bewährtem aus! FROM THE OTHER SIDE OF THE MIRROR ist Album Nummer vier und hat die Balance zwischen rohem Mett und großer Schönheit noch mal verfeinert. Gleich der Opener ‘Anything You Want’ weist Glassing als eins a-Pelagic-Material aus: massig, aber melodisch; melancholisch, aber kraftvoll. Dreckige Riffs werden von harmonischem Gesang begleitet, zu melancholischer Wucht tritt entmenschtes Gekreisch. ‘Defacer’ und ‘Circle Down’ zeigen mit frostig schnarrendem Black Metal ein weiteres Gesicht der Band – zwar mit Shoegaze-Momenten, aber ohne das chaotisch-selbstvergessene Nabelpulen, das einem das Genre so oft vergällt.

‘As My Heart Rots’ mischt Black Metal mit Industrial-gefärbtem Post Hardcore. Das finale ‘Wake’ ist ein ­klobiger, seltsam pathetischer Raus­schmeißer, mit rasenden Gitarren und Drums – und zugleich das schwächste Stück der Platte. Die düster-atmosphärischen Instrumentals, mit denen das Ganze verfugt ist, sind keine Filler, sondern verdichten das Narrativ. Boshaftigkeit und Majestät wechseln einander auf diesem Album ab, und Fans von Phantom Winter sollten aufmerken: In diesem Auge des Sturms lassen sich erfreuliche Parallelen entdecken.

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