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Gost PROPHECY

Dark Synth, Metal Blade/Sony (13 Songs / VÖ: 8.3.) 

4.5/ 7
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Schon mal nachts auf dem Rummel gewesen? ­PROPHECY vermittelt ein Gefühl dafür, wie das klingen könnte. Der Texaner James Lollar alias Gost (ja, ohne h) zeichnet auf seinem achten Album ein düsteres Bild. Eigentlich inspirierte ihn ein biblisches Armageddon, der Fall des Dämonen Baalberith, der in Kanaan als Gottheit verehrt wurde. Doch das ist abstrakt; besser vorstellbar sind Beschreibungen von Kindern, die chaotisch auf Blechstangen schlagen, von dem Wind, der durch die Fahrgeschäfte heult, von fernen Kirchenglocken, die einen im Trubel in die Realität zurückholen. Letzteres findet sich im Titel-Song, der direkt auf das Intro folgt. Er schaukelt sich hoch, bietet Schlagzeug­geballer und blecherne Klänge. Wo Gost hier noch instrumental vorgehen, gibt es später auch Gesang. Dieser erinnert in ‘Death In Bloom’ an Marilyn Manson, in ‘Decadent Decay’ macht er einschlägigen Black Metal-Bands alle Ehre.

Doch obwohl PROPHECY durchweg zum Kopfnicken einlädt und man Songs gedanklich als Ohrwürmer vermerkt, will das Album nicht richtig zünden. Ein Blick auf Genre-Kollegen: Das Album ist aggressiver als Carpenter Brut, aber nimmt sich anders als Perturbator nicht die Zeit, Melodien zu entwickeln. Schön dagegen ist die Nutzung des digitalen Mediums durch Einspieler oder zerrissene Klänge (‘Digital Death’). Da schleicht sich dann auch Grusel in die Musik des Mannes mit der Totenkopfmaske, die doch so gut zum Namen passt – gerne weiter ausbauen.

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