Als Lantlôs rund um Mastermind Markus Siegenhort 2008 ihr Band-betiteltes Debüt herausbrachten, sah ihre Welt noch wesentlich düsterer aus. Raue deutsche Black Metal-Vocals auf wildem Getrommel und kalt schrammelnden Gitarren. Nach und nach schlichen sich träumerische Melodien in die Musik und spülten das einstige Black Metal-Projekt weich. Nun präsentieren Lantlôs mit NOWHERE IN BETWEEN FOREVER ein Album, das sich statt an grausamem Gekeife und düsteren Gitarren an seichtem Pop-Gesang und elektronischen Beats orientiert. Shoegaze und Dreampop sind die Devise. Damit knüpfen sie an die letzten Entwicklungen auf WILDHUND (2021) an. Songs wie ‘Daisies’, ‘Cherries’ oder ‘Planets’ laden dazu ein, frohlockend über eine Blumenwiese zu tänzeln und den strahlend blauen Himmel zu genießen. Teils gibt sich Bandleader Siegenhort gänzlich elektronischen Elementen hin (‘Cherries’, ‘Jeanet’ oder ‘Numb TV Superstar’) und geht darin auf Synthie-Entdeckungsreise. Dann wiederum dominiert in einigen Songs ein etwas härterer, verzerrter Gitarren-Sound, der dem Album zumindest Rock-Qualitäten verpasst (‘Daisies’ oder ‘Solar Death’). Die ausgeprägte Mischung aus verzerrten Gitarren, teils poppigen Melodien und dem träumerischen Gesang erinnert stark an die Werke der Deftones. Wer sich also eine Fortsetzung der Black Metal-Strähne der Band gewünscht hatte, wird leider enttäuscht. Dennoch bietet NOWHERE IN BETWEEN FOREVER ein paar eingängige Songs, die sich auch
zum Mitnicken eignen.
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