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Vom Feind zum Aufkäufer

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Metallica
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Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Vor etwa zehn Jahren führten Metallica einen Rechtsstreit gegen das Download-Portal Napster. Gründer Sean Parker hat durch Facebook mittlerweile genug verdient, um Metallicas Label aufzukaufen.

Dass sich im Internet sehr schnell sehr viel Geld verdienen lässt, ist vor allem ein End-Neunziger-Klischee. Manchmal klappt es aber doch: Sean Parker war daran beteiligt, Facebook aufzubauen und ist jetzt Milliardär. Ein Jahrzehnt zuvor war er mit einem anderen Web-Projekt erfolgreich: Napster.

Die Tauschbörse Napster war Anfang der 2000er in aller Munde als einer der ersten Dienste, der den schnellen (und zumeist illegalen) Austausch von Musik möglich machte. Der Service erfreute sich großer Beliebtheit – bis Metallica dagegen schossen, 300.000 Nutzer gesperrt wurden, eine Klagewelle hereinbrach und Napster sein Geschäftsmodell umkrempelte.

Nun steht das Metallica-Label Warner Music Group zum Verkauf und Sean Parker ist interessiert. Der alte Feind wird also bald Metallicas Boss?

Nicht unbedingt. Zum einen gibt es neben Sean Parker noch weitere Interessenten an der Warner Music Group. Zum anderen lief der Vertrag zwischen der Warner Music Group und Metallica nach DEATH MAGNETIC (2008) aus. Ob der Vertrag verlängert wird, ist noch nicht bekannt.

Außerdem sind andere Zeiten angebrochen. Lars Ulrich sieht den Napster-Streit heute differenzierter. Er wünscht sich, die Sache anders angegangen zu haben, auch wenn er Metallica nach wie vor im Recht sieht. Und James Hetfield freundet sich mit dem Gedanken an, ungebunden zu sein und alle Optionen offen zu haben – obwohl er die Vorteile einer großen Plattenfirma zu schätzen weiß.

Berlin, 12.09.2008 (c) Universal Records
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