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Weihnachts-Interview mit Letzte Instanz

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Holly D. von Letzte Instanz bricht gleich zu Beginn aus dem Habitus der distanzierten Musiker aus: „Mir bedeutet Weihnachten sehr viel. Meine Eltern haben mich evangelisch-lutherisch erzogen – Weihnachten war da wirklich wichtig. Ich habe als Kind schon zur Christvesper im Kirchenchor gesungen oder Flöte gespielt und bis zum 16. Lebensjahr alles durchlebt: Engel, Hirte, König, Joseph.“

2007 ist allerdings fast die gesamte Vor-Weihnachtszeit für Konzerte drauf gegangen. Doch am 24.12. wird es wieder traditionell: Da steht relaxtes Kaffeetrinken und Dresdner Christstollen-essen bei den Eltern an. Schnee, oder kein Schnee – auch wenn dieser für Holly D. eigentlich untrennbar dazu gehört. Anschließend: traditionelles Treffen mit Freunden.

Und der Sänger schert weiter aus der Reihe seiner Vorredner aus, denn er geht treu jedes Jahr auch in die Kirche. „Manchmal glaube ich, dass die Bedeutung des Festes von Gesellschaft und Medien absichtlich verkehrt wird, denn primär geht es um Mitgefühl, Liebe und Hoffnung. Man muss kein Christ sein, um das zu verstehen und wichtig zu finden.“

Ohne den religiösen Aspekt wäre es für ihn ein Happening wie Karneval oder Oktoberfest – was Weihnachten aber gerade nicht ist. „Jeder sollte sich vor allem an diesem Tag die Zeit nehmen, mal wieder an Diejenigen zu denken, die man sonst vergisst. Weihnachten allein ist noch nichts, aber es kann der Keim für ein Umdenken sein. Die Welt zu verändern beginnt im Kleinen. Auch um das zu begreifen, muss man kein Christ sein.“

Doch auch Holly D. verbringt die Weihnachtszeit nicht nur mit Grübeln und Weltverbessern, sondern vor allem, wie erwähnt, mit Konzerten. Konzerten und Weihnachts-Markt-Ranking. „Bislang führt am 14. Tourtag Salzburg, gefolgt von Osnabrück. Das beste Weihnachts-Catering gab es übrigens auf der Tour in der KUFA Krefeld. Leider ist die Köchin schon verheiratet…“

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