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Angela Gossow (Arch Enemy) sauer über zu hohe Merch-Preise

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Normalerweise lassen sich Bands nur ungern in die Karten sehen, wenn es um Zahlen und klare Aussagen in Sachen Verkäufen geht. Anders Arch Enemy Sängerin Angela Gossow, die explizit die überteuerten Preise des Arch Enemy Merches auf Festivals anprangert:

„25% Merchandise Kommission auf Festivals – WTF?! Geht uns das was an? Ja, verdammt.

Wer das Gefühl hatte, unsere Merch-Preise währen zu hoch gewesen beim Metal Dayz, Legacy Fest und Summer Nights Festival, sollte folgendes wissen:

Die Promoter / das Festival nahmen 25% jedes verkauften Postens direkt in die eigene Tasche.

Hier eine kleine Kalkulation bzgl. Merch-Einnahmen: Wir zahlen 6 Euro für ein Shirt (ohne Transportkosten). Wenn wir einen Merch-Verkäufer mitbringen (wie jetzt grad, wo wir auf Tour sind), bekommt dieser am Tag ca. 150 Euro.

Normalerweise verkaufen wir unsere Shirts für 15 – 20 Euro. Das hängt von der Beteiligung des Clubs ab. Auf einem Festival gibt es eine harte Konkurrenz, so dass zwischen 30 – 100 Shirts am Tag verkauft werden. Rechnen wir mit 50:

50 x 20 Euro = 1.000 Euro
Minus 25% Kommission (250 Euro) = 750 Euro
Minus Merchandiser-Lohn (150 Euro) = 600 Euro
Minus 50 x 6 Euro Herstellungskosten (300 Euro) = 300 Euro

Der Band bleiben 300 Euro.

Dafür bekommt man etwas Essen, Bier und Wein für die Band und die Crew, denn das Catering ist meistens nach der Show schon weg.

Den Fans wurden dabei 1.000 Euro aus der Tasche gezogen. Wir könnten die Shirts locker für 5 Euro weniger anbieten, wenn die Promoter nicht so gierig wären. Was sollten wir in Zukunft also machen? Vielleicht gar nicht erst Merch verkaufen, weil es nicht schön ist, ausgenommen zu werden?“

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