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Attika 7: Interview mit Evan Seinfeld (ex-Biohazard)

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Dass Evan Seinfeld nicht plötzlich nette Hippie-Musik machen würde, war klar. Der ehemalige Biohazard-Frontmann klingt mit seiner neuen Wirkungsstätte Attika 7 nicht nach dem metallischen Hardcore von einst, sondern eher nach Godsmack. In den Texten geht es jedoch erneut um „Rebellion, Macht, Freiheit und den Outlaw-Biker-Lifestyle“. Bis auf die Motorräder also nichts Neues, allerdings entstand BLOOD OF MY ENEMIES tatsächlich unter harten Bedingungen: Das Gros der Texte und Riffs schrieb Gitarrist Rusty Coones (der auch als Berater für die Bikergang-Serie ‘Sons Of Anarchy’ fungiert) im Gefängnis – nach Evans Aussage zu Unrecht inhaftiert:

„Er saß sieben Jahre im Knast. Zwei davon in Einzelhaft, um ihn zum Reden zu bringen. Diese Band entstand aus harten Zeiten und Schmerz, aber sie sucht das Positive darin. Rustys Zeilen sind so tief empfunden und unfassbar schmerzlich, dass wir an den meisten Songs nichts mehr geändert haben. Man findet übrigens sämtliche Texte auf unserer Website.“ Damit dürfte klar sein, dass es bei Attika 7 und Songtiteln wie ‘No Redemption’ („Keine Erlösung“) und ‘Slowly Dying’ („Langsam sterbend“) nicht um Blumenwiesen geht.

Musikalisch klingen die Kollegen nach alten Rock-Grundlagen im zeitgemäßen Groove-Gewand, von HipHop-Einflüssen oder Hardcore ist nichts zu hören. Vor allem singt Evan melodischer, klarer und besser als je zuvor. „Musik ist zyklisch, alles kehrt irgendwann zurück zu den Wurzeln: Beatles, Stones, Led Zeppelin. Unser größter Einfluss ist vermutlich Black Sabbath. Das spricht meine Wurzeln an: Ich bin aufgewachsen mit den Doors, Hendrix, aber auch Priest und Maiden. Ich liebe Mercyful Fate!“ Nicht mehr der härteste Bursche des Viertels zu sein, stört den Mittvierziger nicht: „Ich habe Biohazard mit 17 gegründet! Die Band stand für eine Menge Dinge, die aber letztendlich nichts mehr bedeuteten. Mir geht es körperlich und mental so gut wie nie. Und ich will Musik machen, die meinem heutigen Leben entspricht.“


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