Der vorübergehende Judas Priest-Frontmann Tim „Ripper“ Owens hat gegen seine frühere Band ausgeteilt. In einem aktuellen Interview bei Whiplash.net ließ sich der 58-Jährige zunächst darüber aus, dass die beiden Studioalben, welche er mit den britischen Heavy Metal-Ikonen aufgenommen hat — JUGULATOR (1997) sowie DEMOLITION (2001) —, immer noch nicht bei den großen Streaming-Anbietern zu finden sind. Dieser Umstand geht ihm ganz schön auf den Keks, aber es sei natürlich die Entscheidung der Band. Außerdem stellte der US-Amerikaner noch einen Vergleich zwischen Judas Priest und Iron Maiden an.
Klare Ansage
Dazu angestachelt sah sich der Ripper, nachdem sein Gesprächspartner angemerkt hatte, dass Iron Maiden gelegentlich live Liedgut zum Besten geben, das aus der Zeit mit Bruce Dickinson-Vertreter Blaze Bayley stammt, wohingegen Rob Halford „selten“ Judas Priest-Stücke aus der Owens-Phase bei Konzerten intoniert. Darauf entgegnete Tim: „Du hast gerade gesagt, dass Rob Halford es ‚selten singt’. Rob Halford hat die Sachen noch nie gesungen. Aber ja: Ich bin absolut der Meinung, dass es Songs gibt, bei denen er großartig klingen würde. Kannst du dir vorstellen, wie großartig Rob Halford klingen würde, wenn er ‘Burn In Hell’ singen würde? Es wäre besser als meine Version. Es passt so gut zu ihm, er würde fantastisch klingen.
Ich würde gerne mal sehen, wie er sich an ‘Jugulator’ versucht, aber ich glaube nicht, dass das passieren wird. Sie würden fantastisch klingen. Es sind aber unterschiedliche Bands, von denen wir hier sprechen. Du sprichst von Iron Maiden, die ein großartiges Management haben. Sie treffen hervorragende geschäftliche Entscheidungen. Sie spielen in einer ganz anderen Liga. Judas Priest sind eine Band, die vor Jahren angekündigt hat, nur noch mit einem Gitarristen aufzutreten [wovon sie kurz darauf einen Rückzieher gemacht haben — Anm.d.A.]. Wie zum Teufel kommen Judas Priest darauf, sich auf einen Gitarristen zu reduzieren? Wir reden also von Iron Maiden mit großartigem Management, tollem Marketing und einem erstklassigen Team.
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Sie werden in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen. Sie fordern, dass auch [ihr zwischenzeitlicher Sänger] Blaze Bayley in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen wird. Judas Priest kommen in die Rock And Roll Hall Of Fame — und die Haltung von Judas Priest ist mehr oder weniger: ‚Auf keinen Fall, Ripper kommt da nicht rein!‘ Die einen haben also ein großartiges Management. Und es gibt einen Grund, warum sie vor 20.000 Leuten spielen und die anderen vor 5.000. Das ist der Unterschied. Da hast du also die Antwort darauf, warum Iron Maiden – die ja doch etwas mehr Klasse haben – die Songs von Blaze Bayley spielen: Weil sie sie geschrieben und eingespielt haben. Warum sollten sie das auch nicht tun?“
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