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Children Of Bodom + Cannibal Corpse + Diablo

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Ein ungleiches Package ist heute in der Grossen Freiheit zu Gast, die Rede ist hier natürlich von der Death Metal Legende Cannibal Corpse und den deutlich jüngeren Children Of Bodom. Dies macht sich vor allem im sehr gemischten Publikum der rappelvollen Grossen Freiheit bemerkbar.

Zuerst dürfen aber Diablo aus Finnland die Thrash-Äxte rausholen und dem Publikum ordentlich eins überbraten, was auch auf Anhieb gelingt. Die Spielfreude ist den Finnen deutlich anzusehen und der gekonnte Entertainment-Posing-Mix kann große Teile der Anwesenden schnell überzeugen, so dass sich Diablo als perfekter Anheizer erweisen.

Brutal und fies wird es nun bei Cannibal Corpse – und das nicht nur in den Texten der US-Death Machine, sondern auch im technischen Bereich einer übersteuerten und deutlich zu lauten PA, die während der ersten 4 Songs mehr als unangenehm ist. Cannibal Corpse selber funktionieren dafür wie eine präzise Tötungsmaschine aus Riff-Gemetzel und Corpsegrinder Fisher´s Growls. Die Fans bangen bei den sehnsüchtig erwarteten „Fucked With A Knife“, „Hammer Smashed Face“ und „Stripped, Raped And Strangled“ natürlich heftigst, obwohl auch „Priests Of Sodom“ vom aktuellem Album EVISCERATION PLAGUE ein fetter Livetrack ist.

Nun lichtet sich die Grosse Freiheit etwas, da einige Cannibal Corpse Fans scheinbar keine Lust auf den Headliner haben. Children Of Bodom erscheinen dann 25 Minuten später mit Beginn des Loony Tunes Intros und feuert mit „Hellhounds On My Trail“ sofort los. Darauf noch einmal „Living Dead Beat“ hinterher – und schon ist das Publikum Feuer und Flamme.

In Bester Spiellaune und ohne Schwächen faucht sich Gitarrenfidelo Alexi durch die Setlist und hat neben den obligatorischen „FuckFuckFuckRotz“-Ansprachen auch noch Zeit, einige Anekdoten aus dem Tour-Bus zu erzählen, sich als Powermetal-Sänger zu versuchen und nebenbei regelmäßig Späße mit dem Rest von Children Of Bodom zu machen.

Entertainment pur, wobei die Musik nicht zu kurz kommt. Mit einer ähnlichen Setlist wie schon im November gibt es eine nette Mischung der alten Children Of Bodom Krachern „Silent Night, Bodom Night“, „Follow The Reaper“ und „Downfall“ oder eben auch Material der letzten beiden Alben. Die Anwesenden nehmen jeden Song dankbar auf und geben es darauf mit ausgiebigen Crowdsurfing, Kopfschütteln und Mitsingen zurück.

Band glücklich, Publikum glücklich, was will man mehr? So entlassen die Finnen ihre Fans nach 90 Minuten mit der Hymne „Hatecrew Deathroll“ in die Nacht.

Setlist Children Of Bodom:

Hellhounds On My Trail
Living Dead Beat
Sixpounder
Smile Pretty For The Devil
Silent Night , Bodom Night
Banned From Heaven
Hate Me!
Children Of Decadence/Bodom After Midnight
Follow The Reaper
Blooddrunk
In Your Face
Angels Don´t Kill
Lake Bodom/Bodom Beach Terror
Downfall
Bed Of Razors
Hate Crew Deathroll

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Cannibal Corpse: Wendepunkt KILL ist 20 Jahre alt

Wenn eine Band wie Cannibal Corpse ihr zehntes Studioalbum veröffentlicht, könnte man meinen, sie würde sich auf Routine ausruhen. Doch als die US‑Amerikaner aus Florida im März 2006 über Metal Blade Records ihr Werk KILL losließen, war schnell klar: Hier passiert etwas, das die Diskografie der Death-Metaller nachhaltig verändern würde. Die Rückkehr von Rob Barrett Ein entscheidender Faktor für diesen Wendepunkt war die Rückkehr von Gitarrist Rob Barrett. Er hatte die Band bereits zwischen 1993 und 1997 geprägt und war auf Klassikern wie THE BLEEDING (1994) und VILE (1996) zu hören. 2005 kehrte er zurück, und KILL wurde das erste…
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