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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Def Leppard-Gitarrist erzählt wie der Krebs ihn zu einem besseren Musiker machte

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Vor sechs Jahren wurde der Def Leppard und Last In Line-Gitarrist Vivian Campbell mit Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert. Der Kampf des Musikers gegen die bösartige Erkrankung hält noch immer an. Nun konnte Campbell daran aber auch eine gute Seite entdecken. In einem Interview mit ‘Pat’s Soundbytes Unplugged erzählte er, dass der Kampf gegen den Krebs ihn zu einem besseren Gitarristen gemacht hätte.

Er erklärte, wie er sich nach der Diagnose Gedanken um die Zukunft und vor allem aber auch über seine Haare machte: Eines der ersten Dinge, über die ich nachdachte, war: ‘Meine Haare fallen aus bei der Chemotherapie. Ich brauche eine Perücke. Ich kann sonst nicht auf die Bühne gehen.’ Es ist lustig, wie wir uns von diesen Dingen definieren lassen.

Nichts zum Verstecken

Nachdem sich Campbell in einem Moment der Erkenntnis, wie er es beschreibt, gegen eine Perücke entschied, stand er anschließend ganz ohne Haar mit Def Leppard auf der Bühne:

„Alles, was ich zu bieten hatte, waren meine Talente und meine Fähigkeiten als Musiker – mein Gesang und mein Gitarrenspiel. Das war es. Was ich in den letzten Jahren gelernt habe, ist, dass das einzige, was mir an der Tatsache Haare zu haben fehlt, ist, dass ich mich und meine Augen immer dahinter verstecken konnte.

Aber in gewisser Weise, ohne Haare zu sein und das Ego und die Eitelkeit und alles, was damit verbunden ist, loszulassen, ist wirklich befreiend; es hat meine Seele geöffnet. Das hat mich als Musiker zu einem besseren Gitarristen gemacht.

Ich habe noch nie so gut Gitarre gespielt wie jetzt und das war die ultimative Belohnung für mich als Spieler. Und deshalb arbeite ich weiter so hart, weil ich es so genieße. Ich merke, was für ein Geschenk es ist und was für eine Freude es macht.

In meinen 20ern und in meinen 30ern habe ich mich mit all diesen Kleinigkeiten und diesem ganzen Mist gestresst, der es wirklich nicht wert ist. Das macht zu viel aus und es hat die Art und Weise, wie ich spiele, gehemmt.

Ja, es gibt Zeiten, in denen ich auf der Bühne stehe und mir wünsche, ich hätte mehr Haare, damit ich mich dahinter verstecken könnte, aber darum geht es nicht. Es geht um die Musik. „

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