Devin Townsend: Social Media als notwendiges Promowerkzeug

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Der Kanadier Devin Townsend ist mit Strapping Young Lad und Devin Townsend Project bekannt geworden. Aktuell ist er dabei, POWERNERD, den ersten Teil seiner neuen musikalischen Trilogie, zu bewerben. Im Rahmen der Promophase sprach er mit Metal Blast über die Bedeutung von Social Media für Musiker. Seiner Meinung nach reicht es für eine gute Beziehung zu Fans heutzutage nicht mehr, die Musik einfach nur zu bewerben. Social Media sei zu einem wichtigen Werkzeug in diesem Prozess geworden. Er sagt dazu: „Das ist etwas, wo sich viele Leute in der Musikindustrie gegen sträuben. Besonders ist das der Fall in den Kreisen, in denen ich mich bewege – im Mittelfeld eines relativ kleinen Genres.

Ich kann das verstehen. Wenn man nicht in diesem Umfeld aufgewachsen ist, wirkt es wie das komplette Gegenteil von dem, was einen in die Branche gebracht hat. Das Gefühl habe ich auch manchmal. In der Realität ist es aber nunmal so, dass Social Media das ist, was wir brauchen. Das liegt daran, dass die Hörer so abgelenkt sind, dass wir Musiker aktiv auf sie zugehen müssen.“ Das Angebot an neuer Musik ist groß und leicht zugänglich. Das ändert das Verhältnis von Fan zu Künstler.

Alberne Tänze als Werbestrategie

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Townsend fährt fort: „Ich habe mich ungefähr zwei Jahre lang von Social Media ferngehalten, nachdem ich dort sehr aktiv war. Jetzt erst habe ich herausgefunden, dass meine Erschöpfung gar nicht von der Arbeit kommt, die das Kreieren von Posts macht. Für mich kommt sie eher von der steten Rechtfertigung, dass diese albernen Videos tatsächlich wichtige Arbeit sind. Als ich heute morgen aufgewacht bin, hatte ich schon wieder fünf oder zehn Anfragen für Videos, wie ich dummes Zeug mache. Aber das Ding ist, dass man es entweder macht oder eben nicht. Die Entscheidung liegt ganz bei einem selbst. Meine Arbeit ist mir so wichtig, dass ich akzeptiert habe, dass dieser Teil dazugehört.

Die Leute, die denken, wie nervig dieser Scheiß ist, sind sowieso nicht auf diesen Plattformen unterwegs. Also ist die Erniedrigung, die das Tanzen auf einem Bein für irgendeine Website mit sich bringt, einfach etwas, worüber man stehen muss. Aktuell bin ich noch dabei, mit dieser Entwicklung umzugehen, weil sie so viel schneller passiert ist, als wir erwartet haben. Viele aus meiner Generation verpassen gerade den Anschluss. Sie haben an so etwas einfach kein Interesse und sehen die Notwendigkeit darin auch nicht. Leider ist diese Notwendigkeit aber da.“


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