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Udo Dirkschneider feiert seinen 73. Geburtstag

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Am heutigen Tag feiert Udo Dirkschneider seinen 73. Geburtstag. Der ehemalige Accept-Frontmann mit der markanten Stimme ist ein Urgestein der deutschen Rock- und Metal-Geschichte. Aus diesem Anlass schauen wir zurück auf seine (teilweise eher chaotische) Vergangenheit und Karriere.

Die Anfänge… am Keyboard?

Die wohl größte Überraschung bietet sich, wenn man einen Blick auf die musikalischen Anfänge Dirkschneiders wirft. Heute verfechtet er strikt den klassischen Aufbau seiner Band – Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang, ganz ohne Schnickschnack. Umso verwunderlicher ist es, dass er als 14-Jähriger Halbstarker zunächst sein Glück am Keyboard versucht. Jedoch nicht lange, das Gerät staubt schnell in einer Ecke ein, und bereits 1968 gründet Dirkschneider seine erste Band X, die später unter dem Namen Accept Musikgeschichte schreiben wird.

Der Durchbruch mit Accept

Der Durchbruch lässt nicht lange auf sich warten, ein bisschen hat es jedoch noch gedauert. Das Debütalbum kommt gut an, ACCEPT (1979) steht für soliden Hard Rock. Auch das Nachfolgewerk I’M A REBEL (1980) erntet solide Reaktionen, der Funken ist aber noch nicht richtig übergesprungen. Was die beiden Scheiben nicht liefern konnten, holt das Accept-Drittwerk BREAKER (1981) direkt dreifach nach. Spätestens nach der folgenden Tournee als Vorband von Judas Priest und Def Leppard kann die internationale Schwermetallgemeinde etwas mit den Jungs aus Wuppertal anfangen und begrüßt sie herzlich.

Spannungen und Trennungen

Die rosarote (oder eher schwarz-benietete) Brille können Accept jedoch nicht lange tragen. Bereits 1986 kracht es gewaltig, es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, welchen Stil man jetzt langfristig mit Accept verfolgen möchte. Darüber, wer wann was genau gesagt hat, gibt es viele Legenden und Gerüchte, Fakt ist, dass Udo Dirkschneider 1986 plötzlich ohne Band dasteht. Das hält jedoch nicht lange an, mit Lichtgeschwindigkeit sammelt der Sänger neue Gefolgsleute um sich und gründet im Folgejahr offiziell U.D.O., um genau das weiterzuverfolgen, was er mit Accept gestartet hat.

Dirkschneiders Plan geht auf. Sein Soloprojekt trägt Früchte, und während er mit Ozzy Osbourne unterwegs ist, steht es um Accept schlecht. Das neue Album EAT THE HEAT (1989) floppt gnadenlos, und auch zwischenmenschlich gibt es Spannungen, die schlussendlich sogar zur kurzfristigen Trennung der Band führen. Nach einigen Jahren versöhnt sich Dirkschneider mit seinen alten Band-Kollegen und arbeitet in den Neunzigern sogar an einigen Alben aktiv mit. 2005 ändert sich das jedoch wieder und es kommt zur erneuten Trennung von Accept.

Auf die nächsten Jahre!

Egal, ob mit Accept, U.D.O., seinem Projekt Dirkschneider oder Dirkschneider & The Old Gang, eines bleibt gewiss: Udo Dirkschneider liefert schneidenden, stahlharten und puren Heavy Metal. Auch nach 73 Jahren auf diesem Planeten hat er noch nicht genug. So erschien erst vor Kurzem die Neuauflage des Accept-Klassikers BALLS TO THE WALL (1983), auf dem die verschiedensten Musiker zu Gast sind. Was die Zukunft bringt, lässt sich bei Udo Dirkschneider nie vorhersagen. Was sicher ist: Wir gratulieren herzlich zum 73. Geburtstag!


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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