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Erik Grönwall: Trennung von Skid Row war wichtig

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Nur zwei Jahre zierte der schwedische Sänger Erik Grönwall die Spitze der Glam Metal-Formation Skid Row, bevor er krankheitsbedingt aufhören musste. Nun erzählt er im Interview mit Jorge Botas von Metal Global, warum es wirklich zu der Trennung kam und warum er sich einen anderen Umgang gewünscht hätte.

Leukämieerkrankung

Auf die Frage, warum er jetzt solo unterwegs sei, antwortet der Sänger: „Ich habe zehn Jahre lang mit der schwedischen Band H.E.A.T. gespielt. Danach wollte ich einfach etwas anderes tun. Ich wollte herausfinden, was es noch alles gibt. Aber dann wurde ich krank. Ich hatte vor fünf Jahren Leukämie. 

Als ich im Krankenhaus war, wurde mir klar, dass ich nur zurück auf die Bühne möchte und für den Rest meines Lebens singen will. Dann kontaktierten mich unglaublicherweise Skid Row und fragten, ob ich ihr Sänger werden wollte. Das ist eine Band, mit der ich aufgewachsen bin, also war es komplett surreal“, erinnert er sich.

Erholung und Unterstützung

Grönwall führt aus: „Ich entschied mich die Band zu verlassen, weil ich merkte, dass ich mehr Zeit brauche, um mich nach meinen Behandlungen zu erholen. Es wurde mir zu viel, so lange auf Tournee zu sein, wie sie wollten. Mein Vorschlag war es, ein bisschen weniger auf Tour zu gehen, aber wir konnten uns nicht einigen, und das ist okay. 

Irgendwann ging ich dann mit Michael Schenker auf Tour und viele Leute fragen mich, warum das geht, aber Skid Row nicht. Der Unterschied ist, dass Michael, als ich ihm meine Situation erklärte, sagte, ich soll mir darum keine Sorgen machen. Er würde einen Ersatzsänger finden, wenn ich mal aussetzen müsse. So fühlte ich mich wohl damit, wieder auf Tour zu gehen“, erklärt der Musiker.

Geduld für die Genesung

Er geht weiter darauf ein, warum für ihn die Trennung von Skid Row wichtig war, und erklärt: „Für mich war das eine komische Situation, diese Krankheit zu haben und mit allem klarzukommen, was damit einhergeht. Wenn man eine Chemo und eine Knochenmarktransplantation macht, ist man daraufhin nicht sofort geheilt. 

Es braucht eine Weile, bis sich der Körper zurechtfindet. Ich habe ein neues Immunsystem, eine neue Blutgruppe, und ich musste alle Impfungen nachholen. Auf einer Welttournee zu sein, während das alles passiert, ist sehr schwer. Ich habe es trotzdem versucht, weil ich unbedingt wollte, dass es klappt. Ich wollte unbedingt in Skid Row sein“, betont Grönwall.

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Dennoch weiß er, wo seine Prioritäten liegen. Er sagt: „Auf meiner Halskette steht ‚Gesundheit geht immer vor‘ und so muss es sein. Eigentlich für alle, aber besonders, wenn man so einen Schrecken bekommen hat wie ich. Es ist für mich wichtiger denn je, mich um mich selbst zu kümmern. Das geht vor.“


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