Bei der Weltpremiere der neuen Dokumentation ‘Iron Maiden: Burning Ambition’ am Dienstag, den 5. Mai 2026 in London hat Frontmann Bruce Dickinson in einem Interview bei MSN darüber gesprochen, wie sich das Konzertgeschäft verändert hat. Hierbei betonte die „air raid siren“, dass die Heavy-Metaller keine zu hohen Ticket-Preise haben wollen, damit auch die richtigen Fans bei ihnen in der ersten Reihe stehen können.
Bitte im Rahmen
„Das Problem ist, dass die Kosten weiter steigen“, befindet das Iron Maiden-Organ. „Doch das ist keine Entschuldigung, total verrückte Ticket-Preise aufzurufen. Wir haben immer versucht, unsere Ticket-Preise niedriger zu halten als die allgemeine Norm, weil wir offen gesagt keine Haufen sehr reicher Leute vor der Bühne stehen haben wollen. Wir wollen dort echte Fans stehen haben — und die haben nicht Unmengen Geld. Also ist es wirklich für uns als Band, diese Möglichkeit zu haben. Wir wollen junge Leute bei den Konzerten — und die haben nicht viel Kohle. Die werden sich ihre Knete von Papa holen. Doch heutzutage sitzt bei Papa das Geld nicht locker. Daher ist es wichtig, zu versuchen, die Ticket-Preise im Rahmen der Vernunft zu halten.“
2024 sinnierte Dickinson im Interview beim ATMósferas Magazine über Eintrittskartenpreise in Höhe von rund 1.000 Dollar, wie es zum Beispiel U2 bei ihren Shows in der Sphere in Las Vegas verlangt haben. „Jeder findet, die Tickets für die Plätze direkt vor der Bühne sollten am teuersten sein. Tatsächlich nein: Sie sollten die vernünftigsten Preise haben. Denn die Leute, die dort hingehen, werden die echten Fans sein. Junge Leute, die nicht verrückt viel Geld zu Verfügung haben. Und das sind die Leute, die dort vorne sein müssen. Sie sind die Menschen, die diese Musik am Leben halten werden. Und dann gibt es die Leute, die vielleicht Fans sind, ihre Frau mitbringen, aber nicht mitten ins Gedränge wollen. Also gibt es ein paar Plätze hierfür weiter oben oder so, die anders bepreist werden.“
Des Weiteren dachte Bruce laut nach: „Ich verstehe, wie es die Veranstalter versuchen zu machen, um dabei kein Geld zu verlieren. Denn Veranstalter sind Teil des Ökosystems. Ohne Veranstalter gäbe es keine Konzerte. Die Veranstalter müssen irgendwie ihr Geld wiederbekommen. So ist es ein heikles Gleichgewicht, doch Ticket-Preise sind allgemein durch die Decke gegangen. Und manche Preise, die die Leute zahlen, halte ich für verrückt. Ich würde so einen Preis nie zahlen, doch bin ich wahrscheinlich kein Fans dieses speziellen Künstlers. Leute, die das sind, finden vielleicht, dass es das wert ist.“
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