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Eddie Van Halen sollte weniger Soli spielen

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Nachdem Van Halen Anfang der Achtziger Jahre so richtig durchgestartet hatten, trennten sich 1985 die Wege von der Band und Frontmann David Lee Roth. Wie Schlagzeuger Alex Van Halen nun in seiner kürzlich veröffentlichten Biografie ‘Brothers’ ausplaudert, ging man nicht nur aus kreativen Gründen und wegen der durchstartenden Solokarriere von Roth auseinander. Nein: Der Sänger wollte überdies, dass Eddie Van Halen weniger Soli spielt.

Vergeudete Dynamik

„David Lee Roth konnte nicht mit der Tatsache umgehen, dass Eddie mehr Aufmerksamkeit bekam als er“, forscht Alex in seinen Memoiren dieser von Grund auf ketzerischen, realitätsfernen und hirnrissigen Forderung nach. „Also bat er Eddie Van Halen immer wieder darum, weniger Soli zu spielen. Dave war überzeugt davon, dass er ein Filmstar werden würde.“ Den Abgang Roths bei Van Halen hatte Alex zuvor bereits als „verschwenderischen“ Augenblick bezeichnet. So sei der damalige Abschied von David „die enttäuschendste Sache“ gewesen, die er in seinem Leben erlebt habe — ausgenommen den Tod seines Bruders im Jahr 2020.

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Darüber hinaus schließt das Buch ‘Brothers’ mit dem Ende der ursprünglichen Van Halen-Besetzung. Laut Alex sei damit eine spezielle Energie innerhalb der Band zerbrochen. „Ich weiß nicht, wo genau die Dinge schiefgelaufen sind. Allerdings habe ich nichts außer den höchsten Respekt für Dave und sein Arbeitsethos. Mir kamen einfach ein paar seiner Entscheidungen wirklich seltsam vor. Aber es ist nicht mein Job, das auszuknobeln.“ Des Weiteren hofft Alex, dass aus ‘Brothers’ mal ein Film wird, wie er im Gespräch bei Billboard verriet. „Ich habe vor langer Zeit gelernt, meine Hoffnung nicht auf Sachen zu setzen, die noch nicht existieren. Zwar kenne ich Leute, die willens wären, dabei mitzuwirken, doch ist ein sehr komplexes Netz von Dingen, die alle passieren müssen.“

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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