Rob Dukes, der 2025 zu Exodus zurückkehrte und deren langjährigen Sänger Steve „Soutra“ Souza ersetzte, berichtet von seinen bisherigen Erfahrungen mit Fans. Die Bilanz, die er zieht, ist vorwiegend positiv. Und mit den negativen Kommentaren hat er einen gesunden Umgang, wie er im Interview mit The Metal Voice erzählt.
Zurück auf der Bühne
Auf die Frage, wie die Reaktionen bis jetzt gewesen seien, seit er zurückgekehrt ist, antwortet Dukes: „Bisher ist alles großartig. Es ist noch niemand zu mir hergekommen und hat gesagt, dass ich scheiße bin. Natürlich sagen sie es online, aber niemals mir ins Gesicht. Es ist großartig. Die Fans sind fantastisch.
Wir treffen Leute vor den Konzerten, und sie sind immer sehr glücklich darüber, dass wir da sind. Und die Reaktionen des Publikums sind auch immer verdammt großartig. Sie singen die Lieder mit und haben den Spaß ihres Lebens. Sie haben alle eine gute Zeit und ein breites, albernes Grinsen im Gesicht. Ich bin mir sicher, dass ich auch eines im Gesicht habe, weil ich glücklich darüber bin, wieder da oben zu stehen. Das erkenne ich an. Bisher ist alles sehr gut“, erzählt der Sänger.
Faszination Musik
In Bezug auf die angesprochenen Online-Kommentare sagt er: „Lass mich das klarstellen: Ich lese diese Kommentare nicht. Aber meine Leute tun es und geben mir die Zusammenfassung davon.“ Der Sänger betrachtet die Sache nüchtern. Er erklärt, dass er zwar niemals online die Seiten seiner Lieblingsmusiker kommentieren würde, aber dass er es dennoch verstehe, warum Leute es täten.
„Man ist von der Musik fasziniert, weil wenn man einen Song hört, transportiert er einen zu einer ganz besonderen Zeit zurück. Diese Momentaufnahme ist für immer mit Gefühlen verbunden. Wenn ich beispielsweise Queens NEWS OF THE WORLD (1977) höre, werde ich in eine Zeit des puren Glücks und der Freude transportiert. Ich habe in vielen Einfahrten Schnee geschippt, um Geld zu verdienen, um mir in einem Plattenladen meine ersten Alben überhaupt zu kaufen: NEWS OF THE WORLD und THE CLASH (1977)“, erzählt Dukes.
Recht auf Meinungsäußerung
„Diese Platten sind für mich etwas sehr Besonderes, und das wird mich nie verlassen. Ich höre diese Alben ein oder zwei Mal im Monat, weil sie mir so viel bedeuten. Und genauso geht es Fans, die mit Exodus aufgewachsen sind, mit all den verschiedenen Sängern. Sie haben ein verdammtes Recht auf ihre Meinungen“, findet der Musiker.
„Aber es war früher so, dass man sich an einer Bar darüber unterhielt, und die einzigen Menschen, die sich mit dieser Meinung auseinandersetzen mussten, waren die Leute in der Bar. Aber jetzt, da es das Internet mit seinen Websites gibt, kann jeder jedem seine Meinung aufdrücken, ob sie relevant ist oder nicht“, führt er aus.
„Ich scheiße darauf, was die Leute von mir denken. 99,9 Prozent der Menschen, die über mich lästern, kennen mich nicht. Man kann seine Meinung haben, man hat sogar ein Recht darauf, und das ist in Ordnung. Es beeinflusst aber nicht, wie ich mein Leben lebe, wie ich die Dinge handhabe oder wer ich als Mensch bin. Es ist egal. Also können alle weiter Scheiße labern. Das interessiert mich nicht im geringsten“, bekräftigt der Exodus-Frontmann.
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