From Autumn To Ashes + Idiom live

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Es gibt Bands, denen ihr eigener Name immer wieder zum Schicksal wird. From Autumn To Ashes zum Beispiel, denn wie bei kaum einer anderen Band, zerbröseln regelmäßig alle Planungen zu Wüstenasche, wenn es um Touren geht.

Erst lässt der etatmäßige Sänger Ben Perri seine Kumpane hängen, so dass Drummer Francis Mark ans Mikro und Galle speien muss. Und jetzt, nachdem man sich wieder aufgerappelt hat und endlich mit dem jüngsten Knüppel-Core-Meisterwerk HOLDING A WOLF BY THE EARS Europa betourt, fällt schon wieder, gänzlich unvorhergesehen, der Trommelmann aus und muss kurzfristig ersetzt werden.

Als Krönung des Ganzen wird dann auch noch der Tour-Manager in Paris von einem Moped platt gemacht. Scheiß Kreisverkehr.

Doch Schicksalsschläge stählen – und From Autumn To Ashes machen mal wieder das, was sie am besten können: wie Phönix aus der eigenen Asche dem Metal-Olymp entgegendonnern – wie am 31. Januar im Hamburger Logo: Nachdem die Briten von Idiom die Luftfeuchtigkeit mit einem wilden Rage Against The Machine plus Highspeed Death Metal Bastard nach oben korrigierten, entern From Autumn To Ashes die Minibühne des Clubs mit der wohl schlechtesten Akustik des Universums.

Schon beim Opener ‘Pioneers’ verwandeln sie den gesamten Laden, diese obskure Mischung aus Dorfkaschemme und Piratenspelunke, in einen gnadenlos wogenden, Leiber übereinander türmenden Moshpit. Francis Mark wird zum Berserker, kreischt sich seine Dämonen aus dem Leib, stolpert wie ein strammes Rumpelstilzchen über Freund und Feind und reißt mal eben das halbe Bühnen-Equipment nieder.

Und die Meute feierte mit. Langhaarkutten rocken friedlich mit Hardcore-Käppis. Bis gar nichts mehr geht und Ex-Drummer Francis die Bühnenfront verlässt, den Bela macht und wie ein tollwütiger, headbangender Holzfäller auf sein Lieblingsspielzeug eindrischt.

Und weil on stage alles geil ist und sich dort die anstrengende Realität für die gebeutelten Jungs von From Autumn To Ashes in Glückseligkeit auflöst, gibt’s zum Schluss noch die spontane Zugabe ‘Short Stories With Tragic Endings’.

Kein tragischer, sondern ein magischer Schlusspunkt eines imposanten Metalcore-Fests.


Setlist From Autumn To Ashes:

‘Pioneers’
‘Travel’
‘Recounts and Recollections’
‘The Royal Crown vs. Blue DuchessRoyal Crown’
‘Milligram Smile’
‘Lilacs & Lolita’
‘No Trivia’
‘Everything I Need’
‘On The Offensive’
‘Reflections’
‘Long To Go’
‘Take Her To The Music Store’
‘Alive Out Of Habit’
‘The After Dinner Payback’
‘Short Stories With Tragic Endings’

 

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