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Ghost Brigade Interview zu ISOLATION SONGS

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Ghost Brigade - Isolation Songs
Ghost Brigade – Isolation Songs

Für das grandiose Debütalbum GUIDED BY FIRE der finnischen Düster-Rocker Ghost Brigade konnte sich 2007 nur ein exklusiver Kreis von Insidern erwärmen. Das kennt der sympathische Gitarrist und Kreativkopf Wille Naukkarinen nur zu gut. „Das lag daran, dass wir als komplett unbekanntes Projekt aus Finnland gestartet sind. Wir hatten zwar alle zuvor in anderen Bands gespielt [u. a. Sunride, Paraxism, Revolt], haben aber bewusst darauf verzichtet, das für Werbezwecke zu erwähnen. Es gab für Ghost Brigade nie einen Karriereplan, und trotzdem haben wir sofort einen Plattenvertrag bekommen. Das ist alles irgendwie passiert.“

Umso mehr erstaunt Wille Naukkarinen die plötzliche Aufmerksamkeit für ISOLATION SONGS: „Allein die Tatsache, dass wir den Soundcheck im METAL HAMMER gewinnen konnten, kann ich nach wie vor kaum fassen. Trotzdem denke ich, dass dieses Album in jeder Beziehung besser ist als der Vorgänger. Vom Songwriting über Arrangements und Produktion bis zu den Growls und Gesangsmelodien haben wir überall einen entscheidenden Schritt vorwärts gemacht. Ich weiß, das ist eine abgedroschene Phrase, aber das Klischee der natürlichen Weiterentwicklung trifft bei uns absolut zu.“ Klingt fast langweilig – ganz im Gegensatz zur Musik, die ziemlich genau zwischen den Polen Neurosis und Katatonia liegt.

Aber die Klischees stecken nicht nur im Interview, sondern auch in Songtiteln wie „My Heart Is A Tomb“ oder „Into The Black Light“. Halt typisch Finnish, gell? „Ähm ja, da mag was dran sein. Allerdings: Im Gegensatz zu Bands wie Sentenced, deren Texte ja durchgängig verzweifelt ausfallen, sind wir deutlich positiver. Unsere Lyrik ist zwar auch finster und traurig, aber es gibt immer einen Silberstreif am Horizont, einen Funken Hoffnung, der niemals stirbt. Außerdem: wenn wir als typisch finnische Band eingestuft werden, macht mich das durchaus froh und stolz.“

Die finnische Flagge ist dem Ghost Brigade Gitarristen offensichtlich lieber als eine Piratenfahne – was angesichts des Band-Namens gar nicht so selbstverständlich ist. „Als wir die Band 2005 gründeten hatten wir die Idee, dass niemand unsere Gesichter geschweige denn unsere Namen kennen sollte. Wir wollten das als Projekt aufziehen, mit dem wir wie eine Brigade durch die Musikszene geistern würden. Dummerweise sind wir mittlerweile überhaupt nicht mehr so mysteriös, wie wir das ursprünglich geplant hatten.“ Zeit für eine Umbenennung also? „Wie wär’s mit ‚Die verwirrten Leichtmatrosen‘?“ Gute Idee. Klingt jedenfalls origineller als Nightwish.

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