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Green Day: 31 Jahre DOOKIE

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Als Green Day Anfang der Neunziger Jahre aus der rauen Punk-Szene der East Bay Area emporstiegen, ahnte kaum jemand, dass sie bald eine ganze Generation prägen würden. Mit ihrem Debüt 39/SMOOTH (1990) und dem Nachfolger KERPLUNK! (1992) erspielten sich Billie Joe Armstrong, Mike Dirnt und Tré Cool eine treue Fan-Gemeinde in der Underground-Szene. Als sie sich aber entschieden, bei einem Major-Label zu unterschreiben, standen sie plötzlich zwischen zwei Fronten.

Green Day werden verbannt

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Die Wahl fiel auf Reprise Records – nicht zuletzt wegen Produzent Rob Cavallo, der zuvor mit der Band The Muffs zusammengearbeitet hatte. Armstrong erinnert sich: „Er hat die Muffs-Platte gemacht, und wir liebten ihren Sound. Wenn wir irgendetwas erreichen wollten, dann genau das.“ Doch kaum war der Deal unter Dach und Fach, kam der Backlash. Ihr Stammclub, die legendäre 924 Gilman Street in Berkeley, verbannte sie; für die Punk-Szene wurden sie dadurch nämlich zu Verrätern. „Ich konnte nicht in die Punk-Szene zurückkehren, egal, ob wir der größte Erfolg oder der größte Misserfolg der Welt waren. Alles, was ich tun konnte, war, auf mein Fahrrad zu steigen und vorwärts zu fahren“, reflektiert der Frontmann später.

Und das zahlte sich aus. Als DOOKIE am 1. Februar 1994 erschien, schlug es ein wie ein Blitz. Mit Hits wie ‘Longview’, ‘Basket Case’ oder ‘When I Come Around’ wurden Green Day zur Stimme einer desillusionierten Jugend; vor allem Dirnts ikonischer Basslauf in ‘Longview’, angeblich unter LSD-Einfluss entstanden, zog sofort Aufmerksamkeit auf sich.

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Eine bewusste Entscheidung

Die Produktion war für ein Punk-Album ungewohnt klar und druckvoll – ein bewusster Schritt der Band, um sich vom rauen Sound der frühen Jahre abzuheben. Das Album-Cover, gestaltet von Richie Bucher, war ein chaotisches Wimmelbild voller Insidergags und Punk-Anspielungen. Ursprünglich sollte die Platte „Liquid Dookie“ heißen – inspiriert von den Verdauungsproblemen der Band auf Tour –, doch das Trio entschied sich für die kürzere, treffendere Variante.

Bis Ende 1994 hatte sich DOOKIE millionenfach verkauft und gewann einen Grammy als bestes alternatives Album. Heute gilt es als Meilenstein des Genres; es ist ein Werk, das Punk und Alternative Rock für immer veränderte. Armstrong bringt es später auf den Punkt: „Es war mir immer wichtig, das Gefühl zu haben, dass ich Song schreibe, die ich auch in zwanzig Jahren noch singen kann.“ Und genau das hat DOOKIE geschafft.


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