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Hammerfall: lnterview zu NO SACRIFICE, NO VICTORY

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Ehre, wem Ehre gebührt: Zumindest verkaufstechnisch zeigen Hammerfall ihren (zahlreichen) Neidern und Spöttern einmal mehr, wo der – ja, genau – Hammer hängt. Das neue Album NO SACRIFICE, NO VICTORY schoss in ihrer Heimat Schweden in den Charts auf Platz 2, in Deutschland auf Platz 7, in der Schweiz auf 20 und in Österreich immerhin noch Platz 25. Und das, obwohl die Scheibe für Hammerfall-Verhältnisse regelrecht düster ausgefallen ist.

Gitarrist Oscar Dronjak – seiner exzentrischen Bühnen-Outfits auch liebevoll Konservendosen-Oscar genannt – bestätigt das: „Ich würde schon sagen, dass wir diesmal in einer nachdenklicheren Stimmung waren als sonst. Das hat aber nichts mit den Abgängen von Magnus Rosén [Bass] und Stefan Elmgren [Gitarre] zu tun, sondern eher mit unserem Leben selbst. Einige von uns sind mittlerweile über 40, da wird man unweigerlich reifer und erwachsener.“

Von dieser erstaunlichen Erkenntnis abgesehen müssen sich Hammerfall-Fans nicht fürchten – schon das Cover von NO SACRIFICE, NO VICTORY ist gewohnt infantil und „true“ ausgefallen, selbst wenn Band-Maskottchen Hector durch eine Kulisse stapft, die verdächtig an die Ruinen von 9/11 erinnert. Doch mit Politik hat das nichts zu tun: „Aaah, nein, nein, nein; das Cover hat sicher nichts mit Politik zu tun. Es ist nur eine zerstörte Stadt oder was immer das auch sein soll. Die Aussage ist, dass Hector vorher in der Hölle war. Seine Flügel sind gebrochen, denn wer durch die Hölle geht, kommt nie unversehrt wieder heraus,“ philosophiert Oscar vor sich hin.

Zu viel Ernsthaftigkeit lassen Hammerfall also auch auf NO SACRIFICE, NO VICTORY nicht aufkommen. Dafür bürgt auch das Engagement von Spaßvogel Jens Johansson (u.a. Stratovarius), der bei seinem Gast-Keyboardsolo für ‚Between Two Worlds‘ sicher viel Unsinn mit seinem Bruder Anders [Drums] getrieben hat. Oder doch nicht? „Nö, Jens war gar nicht im Studio. Wir haben einfach Files über das Internet ausgetauscht und im Endeffekt hat er seine Parts in der Küche von Stratovarius-Sänger Timo Kotipelto eingespielt.“ Fette neue Welt.

Apropos: Die schlacksige Figur des Gitarristen sorgt in Verbindung mit seinen martialischen Verkleidungen immer wieder für Heiterkeit. Hat der spindeldürre Oscar eigentlich jemals eine Küche von innen gesehen oder futtern ihm die Band-Kollegen auf Tour alles weg? „Witzig, dass Du das fragst, denn ich esse wirklich jede Menge, aber anscheinend habe ich einen guten Stoffwechsel. Ich bin jedoch nicht mehr ganz so dünn, denn ich gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und betreibe Taekwondo. In den letzten Jahren habe ich somit sieben Kilo zugenommen – und das ist nur Muskelmasse!“

Soll also niemand mehr blöde Witze über Hammerfall und Titan Oscar machen! Deswegen endet das Interview auch hier.

 

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