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Helion Festival Bericht: Dark Fortress, Equilibrium u.v.m.

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Elf Bands, zwei Locations, ein Tag – auf dem Münchner Backstage-Gelände startet Ende Oktober das zweite Helion-Festival. Wie im letzten Jahr treten Equilibrium und Sycronomica auf, Unterstützung kommt von Suidakra, Debauchery und weiteren sieben Bands. Nach jedem Konzert wird zwischen den Backstage-Locations Halle und Werk gewechselt, sodass die Shows direkt hintereinander stattfinden – keine Pause, kein Konzert wird verpasst. Einziger Wermutstropfen ist die ziemlich langwierige Bändchen-Vergabe.
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Die Jungspunde von Bleeding Red eröffnen den Reigen mit einer Portion Bleeding Red eröffnen den Reigen mit einer Portion Death Metal und obwohl viele Besucher noch draußen stehen, darf sich das Quartett über eine feierfreudige Meute und fliegende Mähnen freuen.

Im Werk folgen Atargatis, die Gothic Metal zum Besten geben. Ein harter Kern bleibt vor der Bühne stehen und feiert, dem Rest wird es bald zu bunt – Sängerin Stephanie Luzie trällert im glitzernden Abendkleid die höchsten Töne. Sympathiepunkte gibt es für Lord Lornholds Co-Gesang.

Ohne Pause folgt elektronisch verstärkter Hardcore von Cold Rush. Während des routinierten Auftritts wird es stetig voller, bald drängen ganze Horden in die Halle, um die emotionale Show von Sänger Sebastian Lang mitzuerleben. Neben „Fields Of Glass“ sticht das Rammstein-Cover „Ich Will“ hervor, das überraschend gut gemacht ist und beim Publikum ankommt.

Nun entführen Dark Fortress in eine pechschwarze Welt aus kompromisslosem Black Metal. Nach 45 Minuten Dauer-Headbangen feiert das gut gefüllte Werk die dunklen Ledergestalten ab – bei so viel Zustimmung blitzt sogar über das schwarz-weiß geschminkte Todesgesicht von Sänger Morean ein Lächeln…

Eine solche Resonanz schallt den Power-Metallern Crystallion nicht gleich entgegen. Vielleicht ist der Kontrast zum Konzert zuvor zu groß, vielleicht ist das erst spät funktionierende Licht schuld. Nichtsdestotrotz präsentiert das Quintett sich selbst und das neue Album auf hohem Niveau. Ab „Wings Of Thunder“ taut dann auch das Publikum auf und bangt die eingängigen Rhythmen mit.

Der Staffelstab geht reibungslos weiter an Suidakras, die vom ersten Lied an die feierwütige Meute hinter sich haben. Die vier Musiker animieren mit sichtlich Spaß zum Mitklatschen und bei „Gates Of Nevermore“ zu einem Circlepit durchs Werk. Feierstimmung!

Emergency Gate tun sich zwar mit der kleinen Hallenbühne schwer, bringen aber die übervolle Halle sofort zum Mitgehen. Sänger Matthias Kupka, wie immer ganz in weiß, schreit sich die Lunge aus dem Hals und zeigt Emotionen. Der engagierte Auftritt wird mit tosendem Applaus belohnt.

Eine Tür weiter legen Debauchery derbes Geknüppel nach. Hits wie „Metal On Metal“ und jede Menge Kunstblut brechen alles in Schutt und Asche. Sänger Thomas darf kurz mit einer auf die Bühne fliegende Milchschnitte pausieren, die natürlich sofort verspeist wird. Die 45 Minuten lange Party endet mit „Blood God Rising“ und einem dicken Moshpit.

Hitze und Überfüllung auch bei Riger, die eingeschworene Fans mitbringe und mit melodiösen Gitarrenläufen und einer guten Show überzeugen. Gegen Ende wird es deutlich leerer – das Werk ruft!

Dort warten nämlich Equilibrium. Mit Sprechchören wird der Beginn der Show gefordert, die monumental mit „Prolog auf Erden“ startet und in der folgenden Stunde über „Snüffel“ und „Blut im Auge“ hin zu „Unbesiegt“ segelt. Die Fans toben textsicher durchs neongrün erleuchtete Werk, doch Equilibrium haben noch mehr zu bieten und spielen „Wingthors Hammer“ und das bestens einschlagende „Nordheim“ als Zugaben. Ein guter Auftritt und die Band-Versicherung, dass es „daheim doch am Schönsten ist“ machen die Fans endgültig glücklich.

Da können Sycronomica nun keinen mehr draufsetzen, auch wenn sie einigermaßen die Stimmung mit ihrem düsteren Gig halten können. Das Sextett hat feierwütige Menschen vor sich, die sogar den Hit „To The Rivers End“ mitsingen können. Als Dank wird Prosecco und Jägermeister ins Publikum gereicht – das Ende eines von musikalischen Highlights gespickten Tages.

Wenn sich das Helion mit einem solchen Line-Up in dieser Preisklasse halten kann, hat es den Titel „Fan-Festival“ mehr als verdient und wird sich in den kommenden Jahren sicher über steigende Besucherzahlen freuen können.

Bilder aller Bands findet ihr oben in der Galerie!

Katrin Riedl

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