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Im Pit bei: Cripper + Hatred + Lost World Order

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Triple X mit Vin Diesel und Rammsteins ‘Feuer Frei’ war gestern. Der Action-Junkie von heute holt sich seine nötige Dosis Thrash Metal beim Triple T – dem Triple Thrash Treat mit Cripper und ihren alten Bekannten von Hatred und Lost World Order. Anlässlich des runden Geburtstages liefert die Truppe um Schreihals Britta Görtz in ihrer Heimat nämlich nicht weniger als die längste Show der laufenden Bandgeschichte ab. Oder um es mit anderen Worten auszudrücken: Die absolute Vollbedienung in Sachen Cripper.

Kleine und große Überraschungen gibt es dabei allerhand, nur in der Auswahl der Support-Acts bleibt man sich treu. Mit den ebenfalls in Deutschland gezüchteten Knüppel-Gewächse Hatred und Lost World Order hat Cripper nämlich schon bei vergangenen Triple Thrash Treat-Events die Abrissbirne geschwungen. Und so versprüht der Abend an vielen Stellen den Charme eines längst überfälligen Klassentreffens. Man kennt sich, man respektiert sich und man hat natürlich nicht zuletzt jede Menge Spaß auf und abseits der Bühne.

Da spielt es auch keine große Rolle, dass das Konzert nicht von kleineren Ungereimtheiten verschont bleibt, denn unterm Strich trägt dies nur zur entspannt familiären Atmosphäre der Fete bei. So ist das etwas zu zaghafte Publikum zu Beginn kein Problem, denn der Endzeit Thrash der Bielefelder Lost World Order schafft Abhilfe und tritt allen Anwesenden erst mal ordentlich in den Allerwertesten.

Der Sound bei Hatred aus Bamberg ist dann leider etwas zu matschig für die pfeilschnellen Soli der Gitarrenfraktion. Das ist aber zu verkraften, denn der Rest der Band gibt dafür doppelt Gas und feiert den Release des neuen Albums WAR OF WORDS umso energischer. Dann zieht sich auch noch die Umbaupause bei Cripper aufgrund technischer Probleme in ungeahnte Längen. Wenn man aber sieht, wie das Quintett dann „pünktlich“ um Mitternacht hochmotiviert zu einem zweistündigen Rundumschlag ausholt, ist die Wartezeit schnell vergessen.

Dass die Lokalmatadoren das Thrash-ABC im Schlaf beherrschen, sollte nach zehn Jahren, vier Alben und einer EP niemanden mehr verwundern. Mit dieser geballten Erfahrung im Rücken wird die gesamte musikalische Schaffensphase der Band dann aufs derbste zerpflückt: Hier bleiben weder Wünsche offen noch irgendwelche Song-Schätze vergraben. Angefangen vom 9-Minuten-Brecher ‘God Spoken Prayer / Cocoon’ über jüngere Semester der Kategorie ‘Hyena’ bis hin zu ganz alten Schinken wie dem der KILLER ESCORT SERVICE EP entsprungenen ‘Wake Up Dead’, brüllt und bangt sich Shouterin Britta Görtz variabel wie eh und je durch den Abend und beweist einmal mehr, dass sie zweifellos zur Speerspitze der weiblichen Genre-Vertreter gehört.

Im Laufe der abwechslungsreichen und von Leinwandprojektionen untermalten Show erhält die Band zudem Unterstützung von allerlei Gastmusikern, die den Werdegang Crippers begleitet und geprägt haben. Oder wie im Falle des neuen Schlagzeugers Max noch prägen werden. Dieser wird nämlich das Gründungsmitglied Dennis Weber hinter der Schießbude im elften Jahr ersetzen.

Gegen Ende darf natürlich auch eine ausgedehnte Dankesrede mitsamt leckerem Geburtstagskuchen nicht fehlen, ehe das letzte Viertel des Sets mit ‘Black Terra’ eingeläutet wird. Nach fast 120 Minuten an satten Riffs, brutalen Growls und tightem Rhythmusgeballer haben dann selbst Cripper alles gesagt und getan, um die Fans bei Laune zu halten. Sie verabschieden sich standesgemäß wie wohlverdient mit einem herzlichen ‘FAQU‘. In diesem Sinne: Auf die nächsten zehn Jahre!

Setlist Cripper:

  1. God Spoken Prayer / Cocoon
  2. Damocles
  3. Junkie Shuffle
  4. Tourniquet
  5. The Jackhammer
  6. Totmann
  7. Life Is Deadly
  8. Kids Killing Kids
  9. Fire Walk With Me
  10. Wake Up Dead
  11. 60 bpm
  12. Hysteria
  13. Devil Reveals
  14. Hyena
  15. Black Terra
  16. Shortcut
  17. 7“
  18. Pure
  19. FAQU

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