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Im Pit bei: Illdisposed, Soulline, McGalligog

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Die Dubliner McGalligog dürfen den Anfang machen. Der paganöse Opener, um den smarten Kasperkopf und Sänger Dekken Degan stößt im weitgehend verwaisten K17 aber vor allem auf – Nichts. Das ist ihnen aber egal und so geben McGalligog Schwermetallisches aus dem Debutalbum POWERED BY DEATH. Instrumental zweifelsfrei fit, gibt es aber etliche Defizite in Sachen Songwriting und Performance. Hier kann man locker nachlegen.

Die Schweizer Soulline sind im Berliner Flachland ähnlich unbekannt, überzeugen aber durch professionelles Auftreten und groovigen Melodic Death der Marke Popstruktur. Wurzeln, die in Richtung Sentenced, frühe Katatonia und späte Amorphis gehen, sind überdeutlich, werden aber gleichzeitig mit soviel Spielfreude ausgelebt, dass man mit gerne übersieht, dass neben den Synthies auch ein paar Gitarren aus der Retorte kommen.

Bei Illdisposed dominieren die blanken 20 Jahre Berufserfahrung, eine kilometerdicke Fanbase, und die Ansagen eines Bo Summer. „Ihr seid ja lecker“ und „gebt uns euer Geld, wir wollen endlich reich werden“ bleiben nicht die einzigen Schlagzeilen. Aus dem acht Alben langen Portfolio hämmert man ‘Throw Your Bolts’, ‘Near The Gates’ und ein Titel, der nach Eigenaussage nur ‘Neue Scheisse’ heißt ins Publikum. Dort er-headbangen sich halbnackte Menschen den nächsten Besuch beim Chiropraktiker. Festivalfeeling auf 200 Quadratmetern. Davon will man einfach nur noch mehr. ‘Now We Are History’ und die Hauptstadthymne ‘Ich bin verloren in Berlin’ geben den Nachbrenner. Ein grandioser Tour-Auftakt.

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