Mastodon haben bekanntlich schon seit einiger Zeit an einer neuen Platte geschraubt. Wie Schlagzeuger und Sänger Brann Dailor im Gespräch bei Blabbermouth ausplaudert, ist das mittlerweile neunte Studioalbum der Prog-Sludge-Metaller fertig. Es wird die erste Scheibe ohne Gitarrist Brent Hinds sein, von dem sich die Gruppe im März 2025 getrennt hatte und der im August 2025 bei einem Motorradunfall ums Leben kam. An seiner statt wirkt nun Nick Johnston mit.
Trauerarbeit
„Wir sind sehr begeistert davon“, befindet Dailor. „Es war schwer, dieses Album zu machen, da es eine sehr emotionale Zeit für uns war. Ich habe meine Mutter verloren, wir sind durch all diese Turbulenzen mit Brent gegangen — und dann ist er verstorben. Es war hart. Das ist alles in der Musik, in den Songs. Ich freue mich darauf, es zu veröffentlichen und in die Welt zu bekommen, denn wir sitzen schon seit einer Weile darauf herum. Auf vielem davon, zumindest dem Grundgerüst davon, was auf dem Album ist, sitzen wir schon zwei Jahre lang. Es ist viel passiert.“
Auf die Nachfrage, ob das Album irgendwelche musikalischen Beiträge von Hinds enthält, entgegnet Brann: „Nein, es ist alles neues Zeug. Gegen Ende war es leider schwer, ihn dazu zu bewegen, dass er in den Proberaum kommt. Er war daran interessiert, andere Sachen zu machen, was okay war. Es war eine verwirrende Zeit. Ich war derjenige, der ihm motiviert hat: ‚Komm schon. Komm runter. Lass uns jammen.‘ Doch er war ein Freigeist.
Anderes im Sinn
Er wollte mit seinem Motorrad herumfahren und dies und das tun. So war er, wo auch immer der Wind ihn hintrieb. Leider hat ihn der Wind nicht in den Proberaum getrieben, um an Riffs zu arbeiten. Es war ein bisschen frustrierend. Doch für mich war das fein — nach dem Motto: ‚Jeder kann machen, was auch immer er in seinem Leben machen will. Wenn du unglücklich bist und nicht hier sein willst, finde heraus, was dich glücklich macht und tu es.‘“
Brent hatte wie eingangs erwähnt einen Unfall mit seiner Harley-Davidson. Am 20. August 2025 nahm ein links abbiegender SUV das frühere Mastodon-Mitglied auf der Kreuzung zwischen Memorial Drive SE und Boulevard SE in Atlanta mit. Zunächst ging die Polizei davon aus, dass die Fahrerin des Autos Schuld ist, weil sie Hinds keine Vorfahrt gewährte. Doch letztlich stellte sich heraus, dass Brent zu schnell unterwegs war. Laut den Ermittlern fuhr er zwischen 63 und 68 Meilen pro Stunde (zwischen 100 und 110 Kilometer pro Stunde), was ungefähr doppelt so schnell war wie erlaubt.
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