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Im Pit bei: Kadavar & The Cosmic Riders Of The Black Sun

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Heimspiel im Heimathafen Berlin: passender hätten Kadavar ihr Konzert der besonderen Art kaum wählen können. Nachdem die langhaarigen Herren bereits zwei Wochen zuvor das Berliner Publikum im Funkhaus verzückten, folgt kurz darauf bereits ein weiteres Konzertspektakel. Dieses Mal stehen Kadavar jedoch nicht allein auf der Bühne: „Wir haben ein paar Freunde mitgebracht“, verkündet Gitarrist und Sänger Christoph Lindemann.

Jede Menge musikalische Unterstützung

Ohne eine extra Vorband geht es daher auch los, wobei sich die geplante Anfangszeit um eine halbe Stunde nach hinten verschiebt. Das Trio spielt an diesem Abend unter dem Namen Kadavar & The Cosmic Riders Of The Black Sun. Dabei standen den üblichen Bandmitglieder Matthias Schult der Band Heat und Konrad Krenzlin (Operators) zur Seite, mit denen vorab das Material überarbeitet und neu arrangiert wurde. Ebenfalls unterstützt wurde die Band von Schlagzeuger Christoph „Tiger“ Bartelts Bruder David, der sich dem Projekt anschloss, sowie Felix Meyer zu Venne.

Mit der Öffnung des Vorhangs ertönen zugleich erste Klänge zu ‘Liquid Dream’. Auch in den hinteren Reihen lässt sich die ausdrucksstarke Mimik und Gestik von Basser Simon Bouteloup bestens erkennen, die an eine sehr übertriebene Kaubewegung erinnert und ihm einen Cowboy-Anstrich verpasst, die der Hut des Musikers auch noch einmal unterstreicht.

Als erster Gastsänger gesellt sich später Frontmann der bereits aufgelösten Kapelle Death Alley hinzu und verleiht dem zuvor eher schweren Rock-Sound eine weit tänzerische und aufgeweckte Note. So schwingt der Mann mit Schnauzer und Kotletten sowohl das Tanzbein als auch das Tamburin.

Reich gemischte Setlist

Wie vorab versprochen schaffen Kadavar für diesen Abend eine ganz besondere Setlist und spielen neben bekannteren Liedern in teils abgeänderter Form mit ‘Tomorrow’s Dead’ einen Song, der auf keinem Album der Band erschienen ist und jede Menge Songs, die zuvor noch nie live zu hören waren, wie ‘The Lost Child’ oder ‘Rhythm for Endless Minds’.

Insgesamt breiten Kadavar einen wild durcheinander gewebten Teppich musikalischer Stile aus: zu stark betäubenden Stoner-Klängen gesellen sich schnellere Nummern mit simpleren Mitklatsch-Rhythmen, ein spanisch anklingendes Gitarrensolo zum passenden Song ‘Spanish Wild Rose’ und lange Instrumentalparts, die eher psychedelische Weltraum-Atmosphäre ausstrahlen.

Mit Laura Carbone holen sich Kadavar zur Zugabe noch eine zweite Gaststimme zu Hilfe mit der Kadavar & The Cosmic Riders Of The Black Sun als letzten Song des Abends ein Nico-Cover zu ‘Reich der Träume’ spielen. Trotz ausverkaufter Show und Publikumsschlange vor Beginn des Konzerts steht es und bewegt es sich im Inneren des Saals völlig angenehm und ohne, dass man ständig jemandem auf die Füße tritt. Der Ansturm hingegen auf die Garderobentheke im Anschluss dehnt jegliche Geduldsstränge gewaltig.

(c) Ninja Hansen
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