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Im Pit bei: Wintersun + Korpiklaani + Varg + Trollfest

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Nach dem Opener Krampus kämpfen Trollfest noch mit Soundproblemen und nehmen das so ernst, wie Leute in Bienenkostümen das eben können. Etliche Symphatiebienchen im Publikum, die friedlich im Humpa-Moshpit hüpfen, erzeugen eine ehrliche Volksfestathmosphäre. Mandoline, Saxophon und Akkordeon tun ihr übriges.

Bei Varg wird dann schon weniger gegrinst. Die rot schwarze Kriegsbemalung der Coburger färbt sogar auf das Publikum ab. Von der Band sieht und hört man in den ersten Minuten dagegen wenig. Ton und Bühnenlicht sind gleichsam bescheiden und die Technik darf sich an dieser Stelle getadelt fühlen.

Man braucht drei Songs um warm zu werden. ‘Wir sind die Wölfe’ schallt es durch die Halle – na also, es geht doch. Erst schweißnass muss der Wolf sein, bevor ‘Bluuutar’ und ‘Rotkäppchen’ zelebriert werden dürfen.

Danach wechselt Pelz gegen Geweih und Korpiklaani greifen in die Saiten. Die finnischen Spielleute in Hut und Leinen mischen auch schon seit fast zehn Jahren mit, tun sich aber schwer mit dem Postbahnhof. Die Stimmung ist gut, aber nicht überragend.

Vom Text versteht ohnehin niemand etwas, deswegen bleibt es bei gemeinschaftlichen „Huuu“ und „Haaa“ Rufen an rhythmisch sinnvollen Stellen. Einzig Sänger und Rampenwaldschrat Jonne Järvelä hüpft und springt in Dauerrotation, der Rest der Band ist wirkt wenig festlich bis teilnahmslos. 

Da bleibt nur das Warten auf den Headliner. Nachvollziehbar viele Fans sind einzig wegen Wintersun zum Heidenfest gepilgert. Seit knapp einem Monat ist das lange ersehnte neue Album TIME I draußen. Und man will die drei Songs doch auch endlich mal live hören, nachdem man acht Jahre auf sie warten musste.

Sänger Jari schmettert ‘Sons Of Winter And Stars’ und ‘Land Of Snow And Sorrow’ vorne weg. 25 Minuten gehen vorbei.

Die Wintersun-Jünger im Publikum waren ebenfalls fleißig und protzen mit Textfestigkeit.  Wer nicht die Augen schließt und sich in winterliche Lande entführen lässt, reckte die Fäuste und feiert im Schulterschluss mit Seinesgleichen.


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Internet-Fundstück: Black Metal-Katzen auf Twitter

Was könnte besser zusammenpassen als eiskaltes, frostgebissenes Schwarzmetall und Mitbewohner, die ihre Menschen oftmals ebenso verachten, wie der gemeine Black Metal-Künstler die Menschheit an sich? Das hat sich wohl auch der Betreiber des Twitter Accounts ‘Black Metal Cats’ gedacht, als er anfing, die Bilder von majestätischen Stubentigern mit den Texten finsterer Black Metal-Songs zu verbinden. Das Ergebnis? Mehr als sehenswert. Wer also seine tägliche Dosis Cat-Content mit seiner täglichen Dosis Schwarzmetall verbinden möchte, der ist hier genau richtig. Into eternal nights, hearing the call of the wintermoon. pic.twitter.com/rInhFL1mjp — Black Metal Cats (@evilbmcats) 2. Februar 2016  
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