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In Memoriam: Ronald „Bon“ Belford Scott

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Auch wenn Airbourne in erster Linie ziemlich lustige Gesellen sind, die das Leben nicht allzu ernst nehmen, ist Sänger und Gitarrist Joel O’Keeffe auch für ein eher trauriges Thema zu haben. Am 19. Februar 2010 jährt sich nämlich der Todestag von Ronald Belford „Bon“ Scott zum 30. Mal.

Bon Scott war und ist der größte Rock’n’Roll-Sänger, der je gelebt hat“, fasst Joel seinen bewundernden Respekt vor der Rock-Ikone zusammen. „Wenn man ihn auf der Bühne gesehen hat, konnte man sich genauso gut vorstellen, wie er einem dabei hilft, einen Kühlschrank zu schleppen. Er war ein total geerdeter Typ. Jemand hat uns auf Tour mal von seiner persönlichen Begegnung mit Bon Scott erzählt: Er war damals bei einem AC/DC-Gig. Es war bitterkalt, und er stand draußen vor dem Laden, als Bon ankam, ihn fragte, was er da draußen in der Kälte mache und ihn dann auf ein Bier in den Club eingeladen hat. Jedes Mal, wenn man Bon Scott ‘Let there be rock’ sagen hört, ist das wie ein Gebot, ein unumstößliches Glaubensbekenntnis. Das gleichnamige Album ist auch meine Lieblingsscheibe von AC/DC.“

Doch Joel zeigt sich nicht nur von Bons Bühnenpräsenz und Stimme, sondern auch von Meister Scotts Lyrik in hohem Grad beeinflusst. „Seine Songs sind wie kleine Geschichten oder Gedichte. Nimm einen Song wie ‘Down Payment Blues’ (POWER-AGE, 1978), mit den Zeilen: ‘I got myself a Cadillac/But I can’t afford the gasoline/I got holes in my shoes/And I’m way overdue.’ Ich habe noch keinen Cadillac, ich habe aber auch kein Geld für Benzin und würde wohl auch die besungene Suzy nicht dazu kriegen, einzusteigen. Der Song erinnert mich vor allem aber auch an die Probleme, die wir damals hatten, als wir noch als Band zusammen gewohnt haben. Da hatten wir auch nie Kohle für die Miete, und der Vermieter war ständig hinter uns her. Zum Überleben haben wir Gigs gespielt und CDs verscherbelt“, erinnert sich Joel zurück.

„Bons Texte sind vor allem total ehrlich. Daran ist nichts Gemachtes oder Aufgesetztes, man nimmt ihm alles von ganzem Herzen ab. Er war eben einer von uns – und wird in unserer Erinnerung für immer weiterleben.“

Frank Thiessies

Dieser Artikel ist im Rahmen unseres Airbourne-Interviews erschienen, das sich in der METAL HAMMER März-Ausgabe befindet. Dort wartet auch noch mehr zum neuen Airbourne-Album NO GUTS. NO GLORY.

In Erinnerung an Bon Scott gibt es hier jetzt noch das AC/DC-Live-Video mit ihm zu ‚Shot Down in Flames‘:

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Bon Scott war ein Rumtreiber, erinnert sich Tony Platt

Tony Platt hat für solch illustre Bands und Künstler wie Cheap Trick, Bob Marley, Buddy Guy, Foreigner, The Mighty Mighty Bosstones, Sparks, The Boomtown Rats, Motörhead und Testament gearbeitet. Für AC/DC hat der Brite die Alben HIGHWAY TO HELL (1979) sowie BACK IN BLACK (1980) gemischt. In einem aktuellen Interview mit Rock Candy hat sich der Brite an Anekdoten über Bon Scott sowie die Zielvorgabe von Produzent Mutt Lange bei HIGHWAY TO HELL erinnert. Für immer verschwunden "Es ist immer schwierig zu wissen, wie einen so etwas trifft", sinniert Platt über den Tod des 1980 verstorbenen, ikonischen AC/DC-Frontmanns Bon Scott.…
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