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In Mittelerde mit: Blind Guardian + Orphaned Land

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Nach über fünf Jahren erschien  Anfang des Jahres mit BEYOND THE RED MIRROR ein weiteres Metal-Epos aus dem Hause Blind Guardian. Grund genug für tausende Metal-Jünger, an diesem Samstagabend nach Düsseldorf zu pilgern und sich in eine fantastische Welt entführen zu lassen. Schnell wird klar: Die Mitsubishi Electric Halle ist an diesem Abend beinah ausverkauft. Die Tribünen sind schnell gefüllt und auch im Innenraum gibt es kurz vor Konzertbeginn kaum noch einen freien Platz. Ein Blind Guardian-Gig ist eben auch nach über 30 Jahren Bandgeschichte etwas Besonderes.

Unterstützung gibt es vorab von den israelischen Doom-Metallern von Orphaned Land. „Jesus ist ein Metaller!“ schießt es einem direkt in den Kopf als Fronter Kobi Farhi im Gewand, barfuß und mit schulterlangen Haaren die Bühne betritt. Doch Farhi stellt nach einem freundlich „Shalom Düsseldorf“ direkt klar: „No, I’m not Jesus!“

Orientalische Folk-Klänge vermischen sich mit typischen harten Metal-Elementen. Dadurch wirken Orphaned Land erfrischend anders. Mit Songs über die drei abrahamitischen Religionen verbinden Orphaned Land die Kulturen und zeigen damit deutlich, dass Musik alle Grenzen überwinden kann. Das Publikum honoriert diesen Auftritt mit Tanzeinlagen und frenetischem Beifall. Orphaned Land können an diesem Abend mit Sicherheit einige neue Fans für sich gewinnen.

‘The Ninth Wave’, Opener des aktuellen Albums BEYOND THE RED MIRROR, eröffnet anschließend ein Set, das seinesgleichen sucht. Blind Guardian schaffen das, wonach viele Bands vergeblich streben: Sie verzaubern und begeistern die Fans von der allerersten Sekunde an: Gänsehaut-Garantie!

Weiter geht es mit einem echten Krefelder Speed Metal-Klassiker: ‘Banish From Sanctuary’ (FOLLOW THE BLIND, 1989) schraubt das Tempo noch einmal in die Höhe und spätestens jetzt wird allen klar: Blind Guardian sind mal wieder in Höchstform Das Set ist eine epische Reise durch mystische Welten und spannende Geschichten. Von Klassikern wie ‘Nightfall’ (NIGHTFALL IN MIDDLE-EARTH, 1998) oder ‘Lost In A Twilight Hall’ (TALES FROM A TWILIGHT WORLD, 1990) bis hin zu aktuelleren Hits wie ‘Tanelorn’ (AT THE EDGE OF TIME, 2010) oder ‘Twilight Of The Gods’ (BEYOND THE RED MIRROR, 2015) lässt die Setlist fast keine Wünsche offen. Ein besonderes Highlight: ‘And Then There Was Silence’ (A NIGHT AT THE OPERA, 2002). Der fast 15-minütige Ausnahmesong vergeht wie im Fluge und stellt restlos jeden Fan zufrieden.

Bombastisch wird es noch einmal mehr in der ersten Zugabe. ‘Into The Storm’ (NIGHTFALL IN MIDDLE-EARTH, 1998) und ‘Valhalla’ (FOLLOW THE BLIND, 1989) strapazieren die Stimmbänder der Fans und verwandeln die Mitsubishi Electric Halle in einen singenden Hexenkessel. Hansi Kürsch und Co. verabschieden sich, doch der geneigte Blind Guardian-Fan weiß: Da geht noch mehr.

Nach einer mystischen Reise durch die Zeit (‘Wheel of Time’, AT THE EDGE OF TIME, 2010), zelebriert das Publikum ‘The Bard’s Song (In the Forest)’ (SOMEWHERE FAR BEYOND, 1992), um im Anschluss mit ‘Mirror, Mirror’ (NIGHTFALL IN MIDDLE-EARTH, 1998) einen fantastischen Abend zu beenden. Eigentlich. Denn die Band ist von den überragenden Jubel-Rufen der Fans so begeistert, dass spontan noch das geforderte ‘Majesty’ (BATTALLIONS OF FEAR, 1988 ) gezockt wird.

Nach über zwei Stunden werden die Fans verzaubert in die Nacht entlassen. Fazit: Blind Guardian unterstreichen mit diesem Auftritt wieder einmal ihre Ausnahmestellung.

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