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Jacoby Shaddix lobt Widerstand gegen KI-Musik

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Künstliche Intelligenz ist mittlerweile kein bloßes Phänomen des Science-Fiction mehr. Selbst Musik kann man mit einigen der Programme erstellen: eine Gefahr für Künstler, die viel Zeit, Energie und Geld in ihre Kunst stecken. Papa Roach-Sänger Jacoby Shaddix spricht im Interview mit LA Lloyd über den Wandel der Musikindustrie und KI.

Schreckmoment

Auf die Frage, ob es bei Papa Roach je einen Moment gab, bei dem sie wegen des starken Wandels um ihre Karriere bangten, antwortet der Frontmann: „Es war ein düsterer Moment in der Musikindustrie, als die CD-Verkäufe zurückgingen. Viele Plattenfirmen verschwanden und Bands wurden fallen gelassen. 

Da horchte ich schon mal kurz auf. Aber meine Band, meine Brüder in der Musik, die kreativen Prozesse und für Fans zu spielen, hat mir Hoffnung gegeben. Trotzdem waren das für Papa Roach fast die dunklen Jahre, weil wir manchmal vor nur 500-800 Leuten gespielt haben, trotz Millionen verkaufter Platten. Wir haben umso mehr in die Musik gesteckt und uns auf die Leute konzentriert, die an uns geglaubt haben. Wir haben weitergemacht“, erinnert sich Shaddix.

Eine Wahl

Er sieht Parallelen von damals zu heute und hat dennoch Hoffnung: „Wir sind wieder an einem seltsamen Punkt in der Musik. Es kommt dieses KI-Element durch, und das kann für viele, besonders junge Künstler, verängstigend sein. Trotzdem gibt es diese Hoffnung, die ich verspüre. Will.i.am von den Black Eyed Peas hat es auf den Punkt gebracht: Greift man in einem Supermarkt lieber zu den Bioprodukten oder den genmanipulierten? Will man lieber falsche Musik oder Musik, die von echten Menschen kommt? Wir haben eine Wahl.“

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Der Sänger blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das noch entwickelt. Aber ich liebe den Widerstand aus der Rock-Kultur. Ich glaube, dass viele aus dem Rock das riechen können. Sie hören es in den Liedern, sehen es in der Kunst und kommen zu dem Schluss, dass es nicht gut genug ist. 

Menschlichkeit

Und ich liebe es, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Ich liebe die Menschlichkeit daran. Das Hin und Her davon, etwas mit einer anderen Person zu erschaffen, Gespräche zu führen und ein Lied zu machen. Manchmal ist meine Idee nicht die beste im Raum, dann wird sie aussortiert. Manchmal schaffen es meine Ideen aber“, meint er.

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Das Papa Roach-Mitglied schließt: „Die Alternative ist, einen Prompt zu schreiben und einen Knopf zu drücken. Das ist einfach nur faul und ich glaube, das Leute im Rock das sofort mitbekommen. Hier gibt es noch Raum für das Menschliche.“


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Jacoby Shaddix' Glaube hat ihm geholfen, trocken zu werden

Papa Roach-Sänger Jacoby Shaddix geht sowohl in seiner Musik als auch bei Auftritten immer ehrlich mit seinen Problemen um. Außerdem setzt er sich, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Metality, aktiv für mehr Aufmerksamkeit auf psychische Gesundheit ein. In einem Interview mit Bunnie XO erklärt er, wie sein Glaube an Gott ihm bei seiner Sucht besonders geholfen hat. Ringkampf Er sagt: "Mein Glaubensweg war wie ein Ringkampf. Er hat mit meiner Nüchternheit begonnen. Ich ging zu Treffen und Genesungshäusern. Sie sagten mir, ich müsse zu Gott oder einem Gott meines Verständnisses finden. Das war viele Jahre lang eine Reise für mich." Er führt…
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