Toggle menu

Metal Hammer

Search

Jinjer: Tatiana Shmayluk wollte nicht wie eine Frau klingen

von
teilen
mailen
teilen

Frauen, die nicht nur singen, sondern auch growlen, sind längst nichts Besonderes mehr. Für manche Menschen aber schon. Und das treibt Jinjer-Frontröhre Tatiana Shmayluk genauso zur Weißglut wie der Umstand, dass „Female fronted“-Bands häufig über einen Kamm geschoren werden. Zwar ändert sich das Bewusstsein dahingehend zunehmend, doch generell scheinen Frauen im Metal noch immer unterschätzt und nicht ernst genommen zu werden. Bands wie Dogma oder Babymetal stützen derlei Klischees obendrein.

Ungleich

Im Interview mit dem britischen Metal Hammer echauffiert sich Shmayluk darüber, dass Jinjer oft betont als „female fronted“ bezeichnet werden. Am meisten nervt die Sängerin jedoch, dass sie klanglich wenig mit einigen der Gruppen gemeinsam haben, mit denen sie in einen Topf geworfen werden. Dabei handelt es sich ihrer Meinung nach nicht mal „um gute oder talentierte Künstler“. Shmayluk erklärt: „Manche Leute können einfach nicht singen, sie treffen die Töne nicht! Dann höre ich immer wieder: ,Oh, sie ist besser als du. Sie macht es besser als du. Sie hat diese Persönlichkeit…‘ Oh Gott! Lasst mich in Ruhe! Sowas regt mich total auf.“

Die Sängerin gibt außerdem an, dass sie zu Beginn ihrer Karriere versucht habe, Lamb Of Gods Randy Blythe zu imitieren. Doch anstatt mit ihm verglichen zu werden, wird ihre Stimme mit der von Frauen verglichen, die sie nie nachahmen wollte. „Ich bekomme viele Vergleiche und Kommentare, die mich Angela Gossow gegenüberstellen. Ich wollte nie wie sie klingen. Manche Leute sagten zu mir: ,Warum färbst du dir nicht die Haare? Warum färbst du sie nicht blau wie Alissa?‘ Aber warum sollte ich? Ich verstehe das nicht.“

In einer Folge von Loudwires How I Learned to Scream erklärte Shmayluk schon vor fünf Jahren, dass der erste Song, den sie übte, ‘Dig’ von Mudvayne war. Das sei seinerzeit zwar danebengegangen, aber Vorbilder wie Otep Shamaya oder Sandra Nasić von Guano Apes haben sie als Teenager dazu animiert, weiter zu üben. Letzteres gab die Jinjer-Frontfrau 2021 gegenüber METAL HAMMER an.


Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.

Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

teilen
mailen
teilen
Arch Enemy: Michael Amott trauert um Vater

Jetzt kommt es richtig dicke für Michael Amott! Der Gitarrist muss derzeit nicht nur im Band-Konzept von Arch Enemy von Frontfrau Alissa White-Gluz Abschied nehmen, die ab sofort offenbar eine Solokarriere anstrebt. Zu allem Überfluss hat der Schwede auch noch den Tod seines Vaters zu beklagen, wie er wortkarg in den Sozialen Medien mitteilt: "Ruhe in Frieden. Danke für alles, Papa." Doppelschlag Das ist zusammengenommen alles sicher ein bisschen viel. Am gestrigen Sonntag (23.11.2025) hatten Arch Enemy und Alissa White-Gluz nämlich erst bekanntgegeben, dass sie fortan getrennte Wege gehen. Das offizielle Statement hierzu liest sich wie folgt: „Arch Enemy haben…
Weiterlesen
Zur Startseite