Liebe zum Soft-Rock

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Der Name des Albums könnte in die Irre leiten: Zwar geht der 36-jährige Robert James Ritchie – alias Kid Rock – noch immer als Lichtgestalt in Hollywoods bunter Glitzerwelt durch, aber Rock’n’Roll im eigentlichen Sinne findet sich auf der neuen Scheibe ROCK’N’ROLL JESUS kaum. Der METAL HAMMER-Test ergibt: Bis auf den AC/DC-affinen Riff Raff-Rocker ‘So Hot’, der auch die erste Single ist, und das leicht rockigere ‘Sugar’ entpuppt sich das elf Songs umfassende Material als recht gediegen.

Amerikanische Country Music, die immer wieder um Southern Rock-Passagen ergänzt wird, dominiert den Reigen: Lynyrd Skynyrd und ‘Sweet Home Alabama’ grüßen des Öfteren. Zudem bestimmen langsame Songs und Balladen die Atmosphäre von ROCK’N’ROLL JESUS. Gospel-Chöre, Klavier- und Saxofon-Soli, Saloon-Flair und jede Menge Pathos sind bei Kid Rocks neuer Platte allgegenwärtig.

Die Abkehr von härteren Sounds dürfte durch die noch engere Zusammenarbeit mit Kid Rock-Freund und Kollege Uncle Kracker, der ebenfalls für Southern Rock- und Country-Einflüsse in Hip Hop-Sounds bekannt ist, zu erklären sein.

Für beinharte Rocker hingegen wirkt ROCK’N’ROLL JESUS daher nicht gerade göttlich, denn auch vom einigsten „American Bad Ass“ ist nicht mehr viel zu spüren. Zum Chillen an lauen Herbsttagen oder zum Entspannen, wenn der Kater noch für Schwere sorgt, eignen sich die seichten Stücke dennoch.

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Lauschaffäre: Was ist eigentlich Technical Death Metal?

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