Die Londoner Uhrenmarke Split Watches kündigt mit „The Ozzy“ eine streng limitierte Tribute-Uhr für Ozzy Osbourne an. Gerade einmal 50 Exemplare soll es geben, Verkaufsstart ist der 14. Mai 2026 – exklusiv über die Hersteller-Website.
Die Ozzy-Tribute-Uhr hat ihren (stolzen) Preis: satte 2.960 US-Dollar kostet das edle Stück. Immerhin: Der komplette Erlös geht an MusiCares, eine Wohltätigkeitsorganisation für Musikschaffende.
Inhaltlich wird erwartungsgemäß tief in der Ikonografie des Metal gewühlt: Die Uhr greift visuelle Elemente aus Ozzys Karriere auf – von den charakteristischen lilafarbenen Brillengläsern bis zum Kreuz auf zwölf Uhr. Technisch basiert das Modell auf der MC-Serie der Marke und setzt auf ein Automatik-Chronographenwerk aus der Seiko-Familie. Handbemalte Details und ein sichtbarer Rotor mit Logo sollen den Sammlerwert zusätzlich steigern.
Großer Preis, große Worte
Dass man sich bei solch einem Projekt nicht mit großen Worten zurückhält, überrascht wenig. Sharon Osbourne betont die symbolische Bedeutung von Zeit im Leben ihres Mannes und lobt die Verbindung zur Charity:
„Diese Uhr hat eine ganz besondere Bedeutung – Ozzy sagte immer: ,Zeit ist das Kostbarste auf der Welt. Pass gut auf, dass du sie nicht verschwendest.‘ Wir freuen uns sehr, dass Split Watches ein so durchdachtes Stück geschaffen hat, das Ozzys Geist wirklich einfängt. Die Tatsache, dass sie den Erlös an MusiCares spenden, eine Organisation, die mein Mann und ich seit vielen Jahren bewundern und unterstützen, ist einfach fantastisch. Die gesammelten Gelder sind eine großartige Möglichkeit für uns, MusiCares und die Musikszene weiterhin zu unterstützen.“
Natürlich wird auch die musikalische Bedeutung des Geehrten ausführlich beschworen. Split-Mitbegründer Ed Margulies lässt wissen: „Was Ozzy verkörperte, ist tief in unseren Werten verwurzelt und zeigt sich in jedem Ausdruck der Marke – er gab nie vor, jemand anderer zu sein als er selbst. Er war unverfälscht und menschlich. Keine abgedroschenen Klischees, kein Ego – er hat Grenzen verschoben.“
Teure Ozzy-Uhr für guten Zweck
Die Vermarktung setzt stark auf das Narrativ des „echten“, ungeschönten Ozzy, der Grenzen überschreitet und Schwächen offenlegt. Das ist nicht falsch – wirkt im Kontext eines Luxusprodukts aber auch ein Stück weit kalkuliert. Der Grat zwischen ehrlicher Verbeugung und luxuriösem Fanmerchandise bleibt ein schmaler.
Positiv hervorzuheben ist zweifellos der Charity-Aspekt. MusiCares unterstützt Musikerinnen und Musiker in gesundheitlichen und finanziellen Notlagen. Dass hier hundert Prozent der Einnahmen gespendet werden sollen, gibt dem Projekt Glaubwürdigkeit.
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