Der Band-eigene Podcast von Metallica entpuppt sich regelmäßig als Goldgrube für Anekdoten, historische Details und spannende Blickwinkel. Als jüngster Beweis dafür kann der Besuch von Bassist Robert Trujillo im The Metallica Report herhalten. In der neuesten Folge der Gesprächsrunde plaudert der 61-Jährige unter anderem über den Geist von Cliff Burton sowie die Klassiker-Tracks ‘The Call Of Ktulu’ sowie ‘Orion’.
Eleganter Diebstahl
Zu letzterem Instrumental hatte Trujillo in der Tat eine interessante Geschichte zu erzählen. Denn das Basssolo in der Komposition für MASTER OF PUPPETS, das dritte Studiowerk von Metallica, war eigentlich für Kirk Hammett vorgesehen. Stattdessen hat es sich Bassist Cliff Burton, welcher bei einem Busunfall auf Tour in Schweden 1986 ums Leben kam und dieses Jahr 64 Jahre alt geworden wäre, unter den Nagel gerissen.
„Kirk sollte dieses Solo ursprünglich spielen“, offenbart der Metallica-Tieftöner. „Doch er hatte sich vom Studio entfernt und kam erst am nächsten Tag wieder zurück. Da hatte Cliff sein Basssolo schon eingespielt. Er hatte das Solo dort gespielt — und es gab keinen Platz mehr für ein Solo von Kirk. […] Nicht, dass Kirk nicht genug Soli bekäme, aber Cliff hat sich einfach Kirks Solo genommen, was, ich glaube, nicht so cool war.“ Des Weiteren verriet Robert, dass Hammett ihm mal von diesem Umstand berichtet hat.
Durch seinen einzigartigen Charakter ist es stets ein besonderes Ereignis, wenn Metallica ‘Orion’ live zu Gehör bringen. Dabei entsteht laut Trujillo sowohl zwischen den einzelnen Band-Mitgliedern als auch zwischen Band und Publikum ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. „Das ist ein Lied, das uns automatisch zusammenbringt. Es hat mit der Emotion und Persönlichkeit des Stücks zu tun. Das ist so ansteckend, dass man zusammenkommen muss. Und man muss auch bei den Fans sein. Ist das der Geist von Cliff? Absolut! Näher als mit diesem Lied kommt man wahrscheinlich nicht an den Geist von Cliff heran. Deswegen muss man beieinander sein.“
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