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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

Morgana Lefay

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„Diese Tour sollte eigentlich die Promo-Tour zu unserem ersten Album sein! Und natürlich wäre es für uns entschieden besser, wenn wir erst jetzt, mit dem Material unseres zweiten Longplayers im Gepäck, touren könnten. Aber vielleicht können wir das ja dann im Frühjahr nachholen!“

In der Tat ist das Timing nicht ganz perfekt. Den ganzen Sommer über saßen die Jungs auf gepackten Koffern in der Hoffnung, sich so schnell wie möglich on the road begeben zu können – doch Pustekuchen! Die Langeweile vertrieb sich der Fünfer mit Songwriting: „„Wir schreiben eigentlich ständig Songs, so daß es nicht weiter schwierig für uns war, gleich im Juli wieder ins Studio zu gehen…“ …und in heute schon fast rekordverdächtiger Zeit ein einstündiges Power-Album der Extraklasse aufzunehmen: „„Wir benötigten drei Wochen für die Recordings und eine für den Mix. Summa summarum vier Wochen! Für unsere Verhältnisse ist das eine halbe Ewigkeit, denn das Debüt produzierten wir in nur vier Tagen!“

Vom Demo-Vinyl SYMPHONY OF THE DAMNED, das in einer Auflage von weltweit genau 537 Exemplaren erschienen ist (Tony: „Wir hatten nur 500 bestellt! Hab’aber gerade wieder einmal den Lieferschein gefunden: Sie haben uns genau 537 Exemplare gepreßt und in Rechnung gestellt!“), fand dabei lediglich die Halbballade ‚Last Rites‘ in einer stark abgeänderten Form Verwendung – Tony: „“Ansonsten sind das alles durchweg neue Songs! Das Titelstück haben wir sogar erst in allerletzter Sekunde im Studio geschrieben. Eigentlich war das Ding gar nicht geplant. Ähnlich verhielt es sich übrigens mit dem Titelsong unseres Debüts (KNOWING JUST AS I d.Red.). Und diesmal haben wir sogar noch zwei weitere Stücke im Studio erarbeitet: ein Remake vom Depeche Mode-Track ‚Just Can’t Get Enough‘ sowie einen Reggae – aber den kannst du gleich vergessen, das war nur ’ne Fun-Einlage…“

Denn musikalisch bewegen sich die Jungs ’normalerweise‘ irgendwo zwischen Metal Church, Metallica, Pantera und Savatage – logisch, daß da eine solche ‚Fun-Einlage‘ den exzellenten Gesamteindruck restlos versauen könnte. Wer sich jedoch einmal die Lyrics zu Gemüte führt, erkennt leicht, daß sich diese fast ausnahmslos im Fantasy-Bereich bewegen. Ist das aber überhaupt noch angebracht? Schließlich hat ja selbst Ronnie James Dio erkannt, daß wir momentan in einer „“sehr harten, ja schon fast hoffnungslosen Welt“ leben, die jungen Leuten „„nur noch sehr wenige Träume“ bietet. Tony Eriksson: „Da ist vielleicht was dran. Aber ich glaube, es gibt genug Bands, die Songs über politische Fragen machen oder einfach nur dieses ‚Sex & Drugs & Rock’n’Roll‘-Ding durchziehen – da müssen wir uns nicht auch noch in dieses Fahrwasser begeben, denn das ist uns mittlerweile viel zu gewöhnlich. Ein Song wie ‚Cold World‘ auf dem Album reicht da zumindest uns allemal!

Und warum sollten wir uns nicht wenigstens in lyrischer Hinsicht im Bereich der Legenden bewegen, zumal wir der Meinung sind, daß auch in solchen Stories ein gewisse Aussage enthalten ist und derartige Geschichten die Phantasie der Zuhörer anregen? Jeder braucht selbst heute noch irgendwann Möglichkeiten, der Realität entfliehen zu können!“

Und genau da wollen wir noch einmal zum Titelsong zurückkehren: Der ‚glänzt‘ ja durch eine ziemlich düstere Endzeitstimmung in seiner textlichen Aussage… Tony: „“Das kann man auslegen wie man will: Entweder ist die Kiste hoffnungslos im Dreck und die Welt steht kurz vor dem Ende – oder es besteht da noch eine kleine Chance… Wir betrachten es eigentlich mehr von der positiven Seite…“

Ob es „Biff Byford and his Pong“ ebenfalls von der positiven Seite betrachten, in der ‚Fuck You!‘-Liste von Morgana Lefay aufzutauchen, lassen wir hingegen einmal dahingestellt. Tony Eriksson will das Ganze allerdings nicht zu verbissen verstanden wissen: „He has these ugly pants! So, that’s our kind of lousy humor! Na ja, hoffentlich verstehen die Jungs das nicht falsch! Saxon ist nämlich eine großartige Band!“

Ansonsten ist bei Tony Eriksson (g), Tommi Karppanen (g), Charles Rytkönen (v), Joakim Heder (b) und Jonas Sönderlind „„Abwarten und Punsch trinken“ angesagt, denn so richtig steht zur Zeit im internen Programmablaufplan der Band noch absolut nichts fest: „„Wir würden gerne zwei Videoclips drehen: zu ‚Rooms Of Sleep‘ und einen zu einem weiteren Song. In Japan wurden wir jetzt vom Major JVC unter Vertrag genommen – da könnte dann auch eine Tour auf uns zu kommen. Und in Deutschland gibt’s Kontakte zu Blind Guardian…“

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