Nackt im Proberaum und mit Pistole bedroht: Doros Anfänge

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METAL HAMMER-Ausgabe 05/2014 – exklusiv für Abonnenten!

Am 2. und 3. Mai 2014 feiert Doro Pesch ihr 30. Bühnenjubiläum in Düsseldorf. Die gebürtige Rheinländerin berichtet im Interview über ihre große Vorfreude auf diese speziellen Shows und kramt ganz tief in der Anekdotenkiste.

>>> das vollständige Interview lest ihr in der Mai-Ausgabe des METAL HAMMER

METAL HAMMER: 30 Jahre auf der Bühne sind eine Menge Holz. Erinnerst du dich trotzdem noch an deinen ersten Gig überhaupt?

Doro Pesch: Das kann ich tatsächlich, denn der war ziemlich schräg. Wir probten damals mit meiner ersten Band Snakebite in einem großen Gebäudekomplex in Düsseldorf. Und zwar jeden Tag – egal, ob Weihnachten, Geburtstage oder Silvester anstanden. Zum Teil lebten wir sogar im Proberaum, er war unser absoluter Mittelpunkt.

Wir machten Musik für uns, manchmal schalteten wir das Licht aus und spielten alle nackt. Oder unser Schlagzeuger hüpfte kopfüber in seine Trommeln. Einfach so, zum Spaß.

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Eines Tages standen zwei Typen bei uns im Raum. Einem von ihnen gehörte ein Club namens „Crown And Rose“ in Düsseldorf. Sie überredeten uns, dort live aufzutreten.

METAL HAMMER: Klingt bis hierhin noch ziemlich harmlos.

Doro Pesch: Ja, aber das „Crown And Rose“ war ein Punk-Laden. Anfang der achtziger Jahre bekämpften sich Punks und Metalheads auf den Straßen. Wir gingen auf die winzige Bühne und blickten bis auf wenige Ausnahmen in 120 ablehnende Gesichter. Dann entdeckte ich, dass auf der Bühne ein total betrunkener Typ hockte, der mit einer Pistole auf mich zielte.

Wir begannen zu spielen, aber nach wenigen Songs hatte das Publikum genug von Heavy Metal und stürmte die Bühne. Wir verkrochen uns in eine Ecke, während sie unser Equipment zerlegten. Irgendwann waren sie fertig und meinten, wir dürfen weiterspielen. Was sollten wir machen? Wir flickten alles notdürftig zusammen und legten wieder los.

Der Typ zielte immer noch mit der Knarre auf mich, wurde aber immer betrunkener, bis er schließlich einfach umkippte. Ein Freund von mir nahm ihm die Waffe ab. Nach dem Konzert erzählte er mir, dass die Pistole echt und auch geladen war. Da wackelten mir ganz schön die Knie. Aber wenn du so etwas erlebt hast, kann dich nichts mehr schockieren.

Mehr zu Doro und ihrem 30. Bühnenjubiläum lest ihr in der Mai-Ausgabe des METAL HAMMER.

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