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Accept: 44 Jahre I’M A REBEL

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Als das Jahr 1979 zu Ende ging, benötigten Accept dringend einen Hit. Die Band aus Solingen träumte davon, über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu werden und ihre Musik international zu etablieren. Allerdings war ihr Band-betiteltes Debütalbum (1979) kaum auf Interesse gestoßen. Mit nur 3.000 verkauften Exemplaren waren sie demnach von einem Durchbruch noch sehr weit entfernt.

Ein bekanntes Gesicht

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Um den Erwartungen der Plattenfirma nach einem Radio-Hit gerecht zu werden, entschied sich das Quintett, sein zweites Album massentauglicher zu gestalten. Das Label schlug sogar vor, einen externen Songwriter hinzuziehen, da die Band-Mitglieder als Texter nicht ausreichend talentiert seien. Accept nahmen diesen Rat natürlich an, und so entstand die Idee, eine Cover-Version aufzunehmen. Ihr Produzent Dirk Steffens war in Kontakt mit George Alexander, der in Wirklichkeit Alexander Young hieß und der ältere Bruder der AC/DC-Mitglieder Malcolm und Angus Young war.

Drei Jahre zuvor hatten AC/DC den Song ‘I’m A Rebel’ für sich aufgenommen. Jedoch erschien diese Aufnahme nie. Offenbar war die Gruppe mit dem Ergebnis nicht zufrieden, weil der Titel wohl zu eher nach Glam Rock klang oder die betrunkenen Studioaufnahmen bei nüchternem Hinsehen dann doch nicht so überzeugend waren.

Accept statt AC/DC

Accept nahmen diesen Song hingegen gerne an. Folglich benannten sie auch das Album nach diesem Cover. Zwar waren sie zu Beginn etwas skeptisch, da sie nie zuvor einen fremden Song aufgenommen hatten, aber sie erkannten dessen Potenzial. Ende 1979 spielten die Musiker ihre Version des Stücks mit ihrem Produzenten ein; anfangs wirkte auch Young bei den Aufnahmen mit. Die Zusammenarbeit mit ihm verlief jedoch nicht reibungslos. Youngs anscheinend aggressive und arrogante Art löste bei der jungen Truppe wenig Begeisterung aus. Trotz aller Bemühungen wurde ‘I’m A Rebel’ nicht der große Wurf, den sich Accept erhofft hatten. Dieser trat erst mit ihrem Album RESTLESS AND WILD (1982) und dem legendären Song ‘Fast As A Shark’ ein.

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Die anderen Stücke auf ihrem zweiten Werk enthalten zwar typische Accept-Merkmale wie messerscharfe Gitarren-Riffs und knackigen Rock, lassen aber nur erahnen, wie sich die Formation in Zukunft entwickeln würde. Und da die Stimme des ehemaligen Sängers Udo Dirkschneider nicht für sanfte Balladen geeignet war, sprang bei ‘No Time To Lose’ und ‘The King’ Ex-Bassist Peter Baltes ein. Insgesamt ist I’M A REBEL eine solide Veröffentlichung, die aber noch nicht das gesamte Potenzial von Accept als aufstrebende Metal-Gruppe zum Vorschein brachte.


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