Toggle menu

Metal Hammer

Search

All Men Unto Me REQUIEM

Modern Avantgarde, The Larvarium (8 Songs / VÖ: 27.6.)

7/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Alle heilige Zeit kommt ein Album ohnegleichen daher – und REQUIEM, der Zweitling des schottischen Avantgarde-Künstlers Rylan Gleaves, ist eines. IN CHEMICAL TRANSIT, sein erstes Album unter dem Namen All Men Unto Me, war eine Auseinandersetzung mit seiner Transition. Anhand von stark bearbeitetem, klassischem Material und dem Prog-Black seiner Avant-Metaller Ashenspire hielt er fest, wie sich seine Stimme unter Testosteron veränderte, vom Mezzo­sopran zum Bariton. Sein rigoroses, klassisches Training musste mit neuen Herausforderungen klarkommen; die emotionale Achterbahnfahrt hörte man in abgewürgtem Falsett, knurrenden Schreien und der wunderschönen Stimme, die zuletzt Flügel bekam. REQUIEM setzt dieses Projekt fort. Der in der anglikanischen Tradition geschulte Komponist zieht uns in ein himmelschreiendes und himmlisches Werk hinein. Auf der Basis von Minimalismus, Orgelmusik, experimentellem Noise, Drone und Doom dichtet, singt und wütet Transmann Rylan gegen die Kräfte des Patriarchats an. Vor dem Hintergrund Queer-feindlicher Erfahrungen beschwört er Hingabe und Vergebung; seine Adressaten sind Gott, die weltlichen Machtstrukturen, das Nichts. Wieder sind die Ashenspire-Kumpels an Bord und sorgen für langsame, exzessive Heaviness – das Fundament von Rylans bewegendem Requiem. So intensiv, profund und ­verheerend arbeitet sonst nur Lingua ­Ignota. REQUIEM ist ein Erlebnis – und ein Geschenk.

***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***

teilen
mailen
teilen
Die Metal-Alben der Woche vom 13.02. mit Converge, Slaughterday u.a.

Converge Converge könnten nicht auf diesem ­Niveau wüten, mit diesem aus allen Poren Blut & Wasser schwitzenden Ethos, wenn sie nicht tief zuinnerst vom Guten überzeugt wären. (Hier weiterlesen) Slaughterday Stücke wie ‘Rapture Of Rot’ vereinen doomig-trübes Dahin­siechen und wüstes Geballer, Nummern wie das Hit-verdächtige ‘Astral Carnage’ zeigen bitterböse Zähne, und der gemächliche Titel-Track sowie ‘Necrocide’ warten mit auffällig verspielten Gitarren auf. (Hier weiterlesen) Hoaxed DEATH KNOCKS Kommentare der METAL HAMMER-Redaktion zum Album des Monats 03/2026. Drei Mädels, volle Power. Was die US-Band Hoaxed auf ihrem zweiten offiziellen Album veranstaltet, macht Lust auf mehr. DEATH KNOCKS strotzt vor Melodien, hat…
Weiterlesen
Zur Startseite