Für Anhänger des schwermelodischen, bisweilen komplexen und mit allerlei spielerischen Feinheiten versetzten Power Metal könnte das neue Album WITH THE END COMES SILENCE der deutschen Formation Assignment eine Art heiliger Gral werden. Dies liegt vorrangig an ihrem erstklassigen Sänger Diego Valdez, der genau die richtige Mischung aus Schärfe und Empathie in seiner Kehle hat und dessen Timbre gelegentlich an den unvergessenen Ronnie James Dio erinnert. Ihm zur Seite stehen mit Goran Panic’ ein exzellenter Rhythmus- und Lead-Gitarrist beziehungsweise mit Bassist Heiko Spaarmann (Ex-Poverty’s No Crime) und Schlagzeuger Michael Kolar eine Timing-sichere Rhythmusgruppe. Außerdem sind zur Veredelung dieser überaus gelungenen Scheibe die Gastmusiker Thomas Vikström (Therion) und Produzent Simone Mularoni (DGM) angetreten. Der größte Pluspunkt des exzellenten Quartetts ist jedoch sein Songwriting, das trotz der geschickten Beimengung progressiver Anteile niemals kopflastig, aufgesetzt oder gar künstlich wirkt. Ganz im Gegenteil: Speziell die Farbtupfer aus angrenzenden Genres – dazu gehören auch vereinzelte Thrash Metal-Anleihen – machen die elf Songs der Scheibe zu einem kurzweiligen Vergnügen, bei dem niemals Langeweile aufkommt und die berühmt-berüchtigte Klischeefalle weiträumig umgangen wird.
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