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Bokassa CRIMSON RIDERS

Stoner Metal, MVKA/RTD (9 Songs / VÖ: 21.6.)

5/ 7
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Vor rund einem Jahr hat Lars Ulrich Bokassa in seiner Radiosendung als seine „neue Lieblings-Band“ bezeichnet; jetzt stehen die Norweger als Opener für Metallica auf den größten Stadionbühnen. Ihrem zweiten Album CRIMSON RIDERS dürfte also jede Menge Aufmerksamkeit zukommen – und die hat es auch verdient! Die Band selbst bezeichnet sich als „Stonerpunk“, was es ganz gut trifft: Bokassa scheppern einerseits mit Stoner-Groove und Hardcore-Dringlichkeit, entfalten dabei aber immer wieder die Leichtigkeit und Melodiösität des Punk Rock.

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Sehr schon nachzuhören ist das etwa in ‘Mouthbreather Inc.’: Treffsichere Riffs mit Reibeisengesang, Gangshouts und Rise Against-Anklängen; drei Minuten, in denen viel passiert, die aber zu einem kompakten Song verschmelzen. In ‘Vultures’ überrascht gar ein Saxofonsolo, bevor wieder Red Fang-artig gegrantelt wird. ‘Wrath Is Love’ addiert dann sogar zähflüssigen Doom, während ‘Blunt Force Karma’ die Tür in Richtung Thrash öffnet, und ‘Immortal Space Pirate 2’ in seiner umfassenden emotionalen Dynamik an Mastodon erinnert. An Durchschlagskraft mangelt es CRIMSON RIDERS ebensowenig wie an Hooks; da sollte hoffentlich nicht nur bei Metallica-Fans etwas hängenbleiben.


Lothar Gerber (5,5 Punkte)

D-I-E Überraschung des Soundchecks! Was für einen geilen Sound uns dieses Dreiergespann aus Trondheim vor den Platz rotzt. Bokassa selbst nennen es Stoner-Punk, was den Kern durchaus trifft. Frühe Queens Of The Stone Age paaren sich mit Boysetsfire, Hatebreed, Billy Talent und Sum 41. Das mag erst mal nach etwas viel für nur eine Band klingen, aber die Norweger spielen all das wie aus einem Guss – und integrieren dabei sogar ein Saxofon.

Katrin Riedl (5 Punkte)

Ich bin mit Vorurteilen an diese Geschichte herangegangen. Doch was die Norwege hier abfackeln, macht von vorne bis hinten Laune und geht als Überraschung des Monats durch! Treibende Kraftschübe und mitreißende Melodien lassen mitwippen bis -hüpfen (‘Charmed & Extremely Treacherous’, ‘Mouthbreathers Inc.’), und selbst getragene Refrains (‘Wrath Is Love’) haben das Potenzial dazu, ein Stadion zum Mitsingen zu verleiten. Nicht alles aus dem Hause Ulrich mag überzeugen – doch bei Bokassa liegt der Gute goldrichtig!

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