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Dødheimsgard BLACK MEDIUM CURRENT

Black Metal, Peaceville/Edel (9 Songs / VÖ: 14.4.)

6/ 7
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Das Chaos gehört bei Dødheimsgard schon immer zur Unternehmenskultur, was sie zu einer der unberechenbarsten und spannendsten Black Metal-Legenden des Landes macht. Immer anders, nie langweilig könnte seit circa 666 INTERNATIONAL aus dem Jahr 1999 das Motto der Band lauten – nur dass der Begriff „Band“ es nicht so ganz trifft: Es gibt einen weiten Dunstkreis von Musikern rund um einen sich gerne streitenden, streitbaren Kern. Von Letzterem ist aktuell nach dem letzten, hyperkomplexen A UMBRA IMAGO von vor acht Jahren nur noch Yusaf „Vicotnik“ Parvez übriggeblieben. Wenn ihr mich fragt: der einzige Mann, der zählt, und wenn er wie auf BLACK MEDIUM CURRENT von der Leine gelassen wird, geschehen wundersame Dinge.

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In gewissem Sinn ist es genau das Gegenteil von A UMBRA IMAGO geworden: Black Metal von majestätischer Primitivität – die ersten fünfeinhalb Minuten des Openers ‘Et smelter’ sind lupenreiner Atmo-Black der höchsten Güteklasse, die zweiten dann der erste Teil, wo die Hand die Kinnlade einfangen muss: eksta­tischer Prog mit den abenteuerlichsten, Genre-Begriffe pulverisierenden Wendungen. Die ganze erste Hälfte dieses Albums ist atemberaubend, schillernd und begeisternd, jede Routine verleugnend. ‘Halow’ markiert dann die Rückkehr zum in sich geschlossenen Song, und das elfminütige ‘Abyss Perihelion Transit’ kurz vor Schluss würde ich sogar als etwas dröge bezeichnen. Aber in Summe bleibt das hier einzigartig und überragend.

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