Nach ihrem Debüt MOURNING MOON (2023) präsentiert die Bostoner Fomation Final Gasp ihren zweiten Langspieler, der direkt mit bedrückender Stimmung startet. Das Quintett schießt mit einer Mischung aus Death Rock und Punk mit teils griffigen Metal-Riffs um sich, die sich gewaschen hat. ‘The Apparition’ versprüht sogar einen Hauch Grunge über die Doom-geschwängerte Atmosphäre, die hervorragend auf ein Hinterhof- oder Friedhofsszenario in den Neunzigern passen würde. Bei ‘Look Away’ und ‘Gifted Shame’ schwingt indes Old School-Charme mit, der stellenweise vermuten ließe, dass es sich bei Final Gasp um eine Band handelt, die schon seit 40 Jahren Musik macht. Wie ein roter Faden ziehen sich diese Eindrücke auch durch die übrigen Nummern, wobei klar wird, dass es sich lediglich um Stilmittel handelt und die Band ansonsten durchaus im Hier und Jetzt angesiedelt ist. ‘No Hand To Lead’ ist solch ein Stück, das dies verdeutlicht und rigoros unter die Haut geht. Zunächst vergleichsweise zart, machen Bass und Schlagzeug im weiteren Verlauf gut Druck. Währenddessen begleiten die Gitarren wirklich schöne Melodiebögen. Frontmann Jake Murphy hat so viel Verletzlichkeit in seiner Stimme und drückt gleichermaßen Kraft aus, dass unweigerlich Emotionen hervorgerufen werden – ganz gleich, welcher Art. ‘Prediction’ kommt beispielsweise ziemlich wütend und rotzig daher, und ‘Burials Of Birth’ sowie die Titelnummer machen auf musikalischer Eben fast schon Spaß. Nicht schlecht!
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