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Ibaraki RASHOMON

Black Metal, Nuclear Blast/RTD (10 Songs / VÖ: 6.5.)

5/ 7
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Ibaraki sind so sehr Black Metal wie Trivium Thrash Metal – im Grundsatz durchaus, in der Ausführung aber noch viel mehr. Das kann kaum überraschen, immerhin hat sich Matthew Kiichi Heafy mit keinem beliebigen Sparrings-Partner zusammengetan, sondern mit Emperors Ihsahn, der seinerseits die Grenzen des Black Metal nicht zuletzt mit seinen Solowerken gedehnt hat. Auf RASHOMON stoßen dementsprechend rasendes Schwarzmetall, symphonische und progressive Arrangements, giftiges Keifen und Heafys von Trivium bekannter Klargesang aufeinander. Obendrein ­reichern Ibaraki die Songs mit japanisch-folkloristischen Elementen an – das verleiht dem Projekt seinen einzigartigen Dreh und eigene Geschmacksnoten. Norwegen trifft Japan trifft James Bond-Soundtrack – in seinen besten Momenten ist RASHOMON mitreißend und bewegend (‘Ibaraki-Doji’), erinnert, wenn die Prog-Seite überhand gewinnt, auch mal an alte Opeth (‘Jigoku Dayu’) und beeindruckt mit seiner Reichhaltigkeit.

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Aus der Reihe gefallen wirken vereinzelte Keyboard-Klänge wie aus der Spätneunziger-Mottenkiste; womöglich soll das aber (wie der Game Boy-Start-Sound in ‘Tamashii No Houkai’) retro wirken. An anderer Stelle kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, versehentlich eine Emperor- und eine Trivium-Platte gleichzeitig laufen zu haben; manches hätte geschickter verwoben werden können, zumal gewisse Songs wegen arg ähnlicher Strukturen und Melodien austauschbar wirken. Trotz kleiner Schwächen fasziniert RASHOMON mit seiner einzigartigen Klangwelt und fernöstlicher Mystik. Hörbar ein Herzensprojekt.

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