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Jesus Piece … SO UNKNOWN

Deathcore, Century Media/Sony (10 Songs / VÖ: 14.4.)

6.5/ 7
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Kein Intro, keine Warnung, direkt auf die Fresse. Jesus Piece rühmen sich nicht mit Erklärungen, dafür mit ultra-roughem Sound, der das Skelettsystem erschüttert. Hier arbeiten sich Hard- und Deathcore in ihren urigsten Formen aneinander ab. Tempo auf 180, Druck wie im Dampfkraftwerk. Jedes Instrument prügelt sich in unerbittlichen Kämpfen immer wieder an die Spitze artistischer, brutaler Breakdown-Eskapaden. Dazu kratzt es an allen Ecken und Kanten (und die gibt es in Hülle und Fülle!), als wäre jede Spur kurz vor Albumabgabe durch einen blechernen Neunziger Jahre-Ghettoblaster gezogen worden. Selbst die Ausraster von Sänger Aaron Heard schleifen am Frequenzspektrum, reiben sich wie Sandpapier an den übersteuerten Distortion-Gitarren.

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Bass und Kickdrum geben den Boost, der jedem Moshpit den Todesstoß versetzen wird. Als Kontrastmittel helfen hin und wieder eingestreute, hypnotisierte Gitarreneffekte wie in ‘Tunnel Vision’, die atmen lassen, nachdem die Breakdown-Ritardandi von ‘Fear Of Failure’ Synapsen zermalmten. In der schieren Gewalt und mit raffiniert geschossenen Donnerschlägen ist Jesus Pieces zweites Werk der perfekte Schmelztiegel für Beatdown-Enthusiasten. …SO UNKNOWN ist 28 Minuten komprimierteste Kompromisslosigkeit. Die Schablone für die Proberäume junger Riff-Schürfer.

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