Mit ihren ersten drei Studiowerken konnten die 2003 von Mastermind Joseph E. Martinez und Schlagzeuger Dana Filloon in der US-Metropole Boston gegründeten Junius einen starken, im positiven Sinne eigenwilligen Eindruck hinterlassen. Auf das vierte Album mussten Fans jedoch über neun Jahre warten, in denen sich die Gruppe – abgesehen von den Genannten – personell stark verändert hat. Gleich geblieben sind Intensität und Kontrastreichtum des Post Metal-Quintetts, das hier das Göttlich-Weibliche anruft. Auf der sanften Seite stehen Martinez’ mal ätherischer, mal dunkler Klargesang sowie träumerisch dahintreibende Melodien, in die man sich sorglos fallen lassen kann; in anderen Stücken erklingen stimmig eingebundene Synthesizer-Flächen (‘The Oracle’, ‘Serpent’) oder erhabene Chöre (‘Summon Her’, ‘Initiatrix’). Dazwischen erheben sich pointiert eingestreute Growls und in aller Härte kulminierende Riff-Wände. Besonders wüst klingen Teile von ‘Darkwater’ und ‘Scythian’, während das lichte ‘Lucifera’ mit Tendenz ins Epische dahinfließt und auf Eruptionen verzichtet. SOTERA überzeugt mit stetem Wohlklang, durchgehend gelungenen Kompositionen und einer starken eigenen Note, die Junius weiterhin vom Gros der Konkurrenz abhebt.
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