Während auf den Heimkonsolen die ‘Monster Hunter’-Reihe die Jagd nach Drachen, Dinosauriern und anderen Bestien zu immer beeindruckenderen Grafikfesten macht, geht ‘Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection’ in die entgegengesetzte Richtung. Statt immer neue Beutezüge zu starten, verbündet man sich hier mit den Widersachern, um Seite an Seite in rundenbasierten Kämpfen zu bestehen. Das Spin-off setzt dabei weniger auf herausfordernde Hochglanzgefechte sondern eher auf simplere Taktik. In dieser Hinsicht gleicht ‘Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection’ mehr dem Spielprinzip von ‘Pokémon’ als der eigentlichen Hauptreihe, nur eben in etwas reduzierter Form. Dabei sind jedem gefangenen Monster spezielle Fähigkeiten zugewiesen, die es im Kampf einsetzen kann und im Kampf klug eingesetzt werden wollen.
Für strategischen Tiefgang muss also je nach Situation der Begleiter gewechselt werden. Trotzdem bleibt die DNS der ‘Monster Hunter’-Reihe erhalten. Stellt man sich diversen Ungeheuern, lässt sich wie gewohnt auf einzelne Körperteile zielen, um diese zu brechen und seine Gegner zu schwächen. Vor allem aber die mit ‘Monster Hunter Wilds’ (2025) hinzugekommenen Ungetüme, die auch in ‘Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection’ auftauchen, überraschen mit ihren Fähigkeiten, die manchen Kämpfen plötzlich eine unerwartete Dynamik verleihen und das Gefecht in letzter Sekunde kippen lassen können. ‘Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection’ ist weniger herausfordernd, allerdings auch deutlich zugänglicher als die Ableger der Hauptreihe. Gerade darin liegt jedoch seine Stärke. Für eine nette Abwechslung zwischen den Monsterjagden ist es damit genau das Richtige – sowohl für Neulinge als auch Veteranen.
